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Hollywoodstar Charles Castle ist ein Mann, der seine
Ideale zwar längst über Bord geworfen
hat, aber nicht vergessen kann. Seit Jahren verheizt
ihn sein Produzent Stanley Hoff in Filmen, die seinen
künstlerischen Ansprüchen nicht genügen,
fortwährend verrät er sein großes
Talent. Er trinkt und lässt sich immer wieder
mit dem verführerischen Starlet Dixie Evans
ein, obwohl er seine Frau Marion über alles
liebt. Seine Ehe steckt in einer tiefen Krise, Marion
denkt an Scheidung, sollte er sich nicht wesentlich
ändern.
Doch Charles' Versuch, sich von seinem Produzenten
zu lösen, hat böse Folgen. Der skrupellose
Stanley Hoff zwingt ihn zu einem neuen Knebelvertrag.
Denn er weiß um ein dunkles Geheimnis in Castles
Vergangenheit. Vor Jahren hat dieser einen tödlichen
Autounfall verschuldet und Fahrerflucht begangen.
An seiner Stelle ist Buddy Bliss, Ehemann seiner
zeitweiligen Geliebten Connie, hinter Gitter gewandert
und hat dem Studio den Star Castle gerettet. Für
Marion, die die Hintergründe nicht kennt, ist
die Unterschrift bei Hoff ein Verrat mehr, den Charles
an ihr begangen hat. Sie verlässt ihn endgültig.
Charles ist verzweifelt, er sieht keinen Ausweg
mehr.
Mit "Hollywood Story" produzierte und
inszenierte Robert Aldrich (1918-1983) "eine
schonungslose kritische und pessimistische Darstellung
der Hintergründe und Abgründe des schönen
Scheins in der Filmmetropole. Die Handlung ist in
überspitzter Schwarz-weiß-Zeichnung skizziert,
aber der Film wird durch die souveräne Regie
und intensive Darstellung packend und interessant"
(Lexikon des Internationalen Films). Der Film gilt
bis heute als eine der schonungslosesten Abrechnungen
mit dem Hollywoodsystem. "Aldrichs unnachgiebig
klarer, fast dokumentarischer Stil macht den Film
zu einem zerstörerischen Spiegel eines rücksichtslosen
Hollywood.
Der Film ist grimmig, ohne jeden Humor, vollkommen
"mitleidlos", heißt es im "Motion
Picture Guide". Die herausragenden Leistungen
des Schauspielerensembles, angeführt von Action-Star
Jack Palance (gestorben am 10.11.2006) und Rod Steiger,
dem Meister abgründiger Charaktere, die kompromisslose
Regie von Robert Aldrich, das großartige Drehbuch
von James Poe nach einem Bühnenstück von
Clifford Odets und die atmosphärische Kamera
von Ernest Laszlo machen den Film zu einem Hochgenuss.
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