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Jessie Fischer ist eine allein erziehende Mutter,
die sich mehr schlecht als recht durchwurschtelt.
Dank ihrer großen Klappe und einem eigenwilligen
Gerechtigkeitssinn bleibt sie nie lange in einem
Job. Als sie wieder einmal gefeuert wird, weil sie
ein Glas Krabben für ihren Sohn Toby mitgehen
ließ, demoliert sie dem Filialleiter das Auto
- und wird zu 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit
verurteilt. Doch Jessie ist ein Stehaufmännchen.
Sie nimmt einen Halbtagsjob in einem Coffeeshop
an und arbeitet die andere Hälfte des Tages
ihre Strafe als Aushilfsbetreuerin in einem Seniorenheim
ab. Obwohl die Doppelbelastung ihr zu schaffen macht,
kann sie die Augen nicht davor verschließen,
dass die einsamen Alten im Heim Liebe und Zuwendung
brauchen.
Besonders Walter Voss alias "der General",
ein renitenter, verbitterter Griesgram, erweckt
Jessies Interesse. Die beiden Sturköpfe ähneln
sich, weswegen es zwischen ihnen erst einmal kracht.
Doch allmählich findet Jessie heraus, dass
hinter der Fassade des verwirrten Sonderlings ein
bewegendes Schicksal steckt: Nach dem Tod seiner
geliebten Frau durchlitt der General eine Phase
geistiger Verwirrung. Sein Sohn Claus und seine
Tochter Vanessa ließen ihn entmündigen
und nahmen ihm Haus und Vermögen weg. Jessie
entschließt sich, für ihn zu kämpfen.
Der patente Lehrer Thomas, von Jessies Liebreiz
hin- und ihrem Elan mitgerissen, will ihr helfen.
Doch als die kostbare Taschenuhr des Generals plötzlich
verschwindet, gerät Jessie in Verdacht: Einmal
Diebin, immer Diebin ...
"Die Diebin und der General" ist eine
lebensnah erzählte, gesellschaftskritische
Komödie mit Humor und Gefühl. Katja Riemann
in der Rolle der chaotischen Mutter und Jürgen
Hentsch als liebenswürdiger Querkopf zeigen
eine überaus bewegende Darstellung. Regisseur
Miguel Alexandre, Adolf-Grimme-Preisträger
für "Grüße aus Kaschmir",
inszenierte das Buch von Martin Rauhaus.
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