Die Frau vom Checkpoint Charlie

Familiendrama, D 2006
Regie Miguel Alexandre
Drehbuch Annette Hess
Musik Dominic Roth
Kamera Jörg Widmer
Darsteller Veronica Ferres | Sara Bender
Maria Ehrich | Silvia Bender
Elisa Schlott | Sabine Bender
Peter Kremer | Peter Koch
Filip Peters | Richard Panter
Cristin König | Eva Landmann
Tom Quaas | Gerd Landmann
Michael Schenk | Hans Wimpel
Peter Franke | Johannes Bender
Peggy Lukac | Marlene Engel
Winnie Böwe | Britta Sandfuß
Filip Peeters | Richard Panter
Karl Kranzkowski | Horst Seelig
Bruno F. Apitz | Jochen Hailer
Julia Jäger | Regina Pries
Götz Schubert | Martin Pries
Charlotte Schwab | Aenne Bubach
Katinka Auberger | Birgit Henning

Teil 1
Frühjahr 1982. Sara Bender, die mit ihren Töchtern Silvia, elf, und Bine, neun, in Erfurt lebt, will ihren Kollegen Peter Koch heiraten. Zur Trauung soll auch Saras Vater Johannes aus dem Westen anreisen - doch er verunglückt bei Helmstedt auf der Autobahn. Die Trauung wird vorerst abgesagt. Als Sara ihren Vater im Krankenhaus aufsuchen will, verweigern ihr die DDR-Behörden die Ausreiserlaubnis. Sara ist untröstlich, als ihr Vater kurz darauf stirbt. Und in ihr reift der Wunsch, die DDR für immer zu verlassen. Sie überredet Peter schließlich, ebenfalls einen Ausreiseantrag zu stellen. Daraus folgen Repressalien für Sara und ihre Töchter: Sie verliert in ihrer Firma ihre gute Position, den Kindern wird die schulische Entwicklung verbaut.

Als ihr Ausreiseantrag abgelehnt wird, denkt sie an einen illegalen Weg. Aber Peter stellt sie vor die Entscheidung: er oder der Westen. Sara nimmt Kontakt zu einer Fluchthelferorganisation auf. Der Weg soll über Rumänien gehen. Der Abschied von Peter ist für beide sehr schmerzhaft. Doch sie werden verhaftet. Ihre Flucht ist verraten worden. Sara und die Mädchen werden getrennt, die Kinder kommen in ein Kinderheim und Sara in Untersuchungshaft. Jemand in ihrer nächsten Nähe war ein Verräter ... Sara wird wegen Republikflucht zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Sie kommt nach Hoheneck.

Teil 2
Fast zwei Jahre sind vergangen. Silvia und Bine sind noch immer im Heim, Sara im Gefängnis. Da wird sie vom Westen freigekauft. Bevor sie allerdings ausreisen darf, muss sie unterschreiben, dass sie der DDR das Sorgerecht für ihre Kinder überträgt. Sara tut es in dem Glauben, die DDR könnte sonst ihre Kinder nicht zu ihr in den Westen ausreisen lassen. In Gießen zieht Sara bei Marlene, der ehemaligen Freundin ihres Vaters, ein. Sie ist voller Hoffnung, ihre Kinder bald wiederzusehen. Doch da wird ihr mitgeteilt, dass die Mädchen in eine Pflegefamilie gekommen sind. Sie geht nach West-Berlin und nimmt Kontakt zum IGFM auf, zur Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte. Doch als das keinen Erfolg bringt, stellt sie sich mit einem Plakat an den Checkpoint Charlie: "Gebt mir meine Kinder zurück!". Der Stasi gefällt Saras Aktion gar nicht und sie bedrohen sie, zuerst nur telefonisch, dann findet ein körperlicher Übergriff statt. Aber Sara gibt nicht klein bei. Sie gewinnt den Journalisten
Robert Panter, um ihre Sache bundesweit publik zu machen. Obwohl ihre Aktion weltweites Aufsehen erregt hat, lässt Saras Kraft nach. Zeitgleich holt die Stasi zum ultimativen Schlag aus. Sie erzählen den Mädchen, ihre Mutter sei im Westen gestorben. Sara erfährt, dass ihre Töchter sich mit einer Adoption durch die Pflegeeltern Pries einverstanden erklärt haben. Im letzten Moment kann Robert Panter sie davon abhalten, über die Grenze am Checkpoint Charlie zurück in den Osten zu gehen - was einem Selbstmord gleichkäme. Über den Vorfall wird im Fernsehen berichtet. Die DDR-Führung gibt nach. Die Mädchen dürfen ausreisen. Sara, mit Robert versöhnt, kann am Checkpoint Charlie ihre Kinder nach über drei Jahren endlich wieder in die Arme schließen.

Aufwendig und hochemotional

Spaß
Action
Erotik
Spannung **
Gefühl ***

   

Copyright © Jürgen Oellerich - All Rights Reserved