|
Die attraktive Verlagsleiterin Julia Berger, hat
scheinbar alles, was man sich nur wünschen
kann: einen verantwortungsvollen Beruf, einen sympathischen
Freund, eine schicke Wohnung und einen rassigen
Sportwagen. Was sie jedoch nicht hat, ist ein Privatleben.
Das bekommt sowohl ihr Dauerfreund Fred zu spüren
als auch ihre Familie, zu der sie kaum noch Kontakt
hat. Das Verhältnis zu ihrem Vater Richard
ist sehr distanziert, und ihre jüngere Schwester
Isabell leidet darunter, nie einen beruflichen Erfolg
wie Julia erlangt zu haben. Einzig zu ihrem zehnjährigen
Neffen Stefan hat Julia ein sehr enges Verhältnis.
Umso schockierter ist sie, als sich eines Tages
herausstellt, dass Stefan an einer schweren Form
von Knochenkrebs erkrankt ist. Der Junge wird in
eine Kinderklinik eingewiesen, wo sich der behandelnde
Arzt Dr. Boppard mit viel Einfühlungsvermögen
sowohl der Kinder als auch der Angehörigen
annimmt. Es dauert jedoch nicht lange, bis die psychisch
labile Isabell dem emotionalen Druck nicht mehr
gewachsen ist. Nach einem Nervenzusammenbruch sucht
sie auf Julias Drängen Hilfe in einer Nervenklinik.
Nun steht Julia vor der schweren Aufgabe, dem kranken,
von seiner Chemotherapie gezeichneten Stefan ganz
alleine beizustehen. Darunter leidet jedoch ihre
berufliche Karriere. Schon bald wird Julia im Verlag
vor die Wahl gestellt: Will sie weiterhin ihre Führungsposition
ausüben? Oder will sie sich ihren privaten
"Problemen" widmen?
Zum ersten Mal droht die selbstbewusste Julia die
Kontrolle über ihr Leben zu verlieren. Als
sie wenig später mit ihrer Schwester ins Reine
kommt, zugleich ein wichtiges Fusionsgeschäft
ihres Verlages rettet und der kleine Stefan mit
guten Prognosen aus dem Krankenhaus entlassen wird,
scheint sich endlich alles zum Guten zu wenden.
Aber gerade als Julia voller Selbstsicherheit mit
ihren Vorstandschefs über ihre weitere Karriere
diskutiert, trifft die Nachricht ein, dass Stefans
Zustand sich schlagartig verschlechtert hat ...
"Für immer im Herzen" ist ein ergreifendes
Drama um Familie und Karriere, Krankheit und Trauer.
Mit viel Gespür für emotionale Zwischentöne
erzählt Regisseur Miguel Alexandre von einer
rationalen Karrierefrau, die durch einen schweren
Schicksalsschlag gezwungen wird, ihr gesamtes Leben
neu zu überdenken. Außerdem macht der
Film eindringlich spürbar, was es bedeutet,
einen geliebten Menschen durch eine tödliche
Krankheit langsam zu verlieren. In den Hauptrollen
glänzen Natalia Wörner und der zehnjährige
Patrick Baehr.
|