Sweet and Lowdown

Spielfilm aus den USA von 1999
Regie Woody Allen
Drehbuch Woody Allen
Musik Dick Hyman
Kamera Zhao Fei
Darsteller Emmet Ray - Sean Penn
Hattie - Samantha Morton
Blanche - Uma Thurman
Ellie - Gretchen Mol
Mr. Haynes - John Waters
Woody Allen - Woody Allen
Al Torrio - Anthony LaPaglia
Bill Shields - Brian Markinson
Harry - James Urbaniak
Mr. Haynes - John Waters
Joe Bedloe - Brad Garrett
Ben Duncan - Ben Duncan
und andere

Emmet Ray ist ein begnadeter Gitarrist, der in den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts unermüdlich durch Amerika tourt. Alkoholexzesse, Spielleidenschaft und seine notorische Unzuverlässigkeit verhindern jedoch den ganz großen Durchbruch. Der Exzentriker lebt stets auf großem Fuß, denn dank seines virtuosen Gitarrenspiels erhält er immer neuen Kredit und neue Auftritte. Leider gilt er nach Django Reinhardt nur als "der zweitbeste Gitarrist der Welt" - der wunde Punkt in Emmets bewegtem Musikerdasein. Bei einer persönlichen Begegnung mit seinem Vorbild Reinhardt soll Emmet sogar in Ohnmacht gefallen sein. So erzählen es sich die Fachleute und Musikkritiker, zu denen auch Woody Allen zählt, und deren bunte und teils widersprüchliche Erinnerungen der Film bebildert. Demnach ist Emmet nicht nur ein eitler Geck, ein notorischer Angeber, gelegentlicher Zuhälter und Kleptomane. Er frönt außerdem höchst bizarren Hobbys: Mit einer 45er schießt er auf der Müllkippe Ratten ab, und außerdem liebt er es, vorbeifahrenden Güterzügen zuzuschauen. Die zahlreichen Frauen in seinem Leben haben meist kein Verständnis für Emmets Marotten - bis er die stumme und duldsame Wäscherin Hattie trifft, mit der er eine Zeit lang durch die Lande zieht. Doch als wahres Genie liebt Emmet nur seine Kunst und verlässt Hattie irgendwann. Niemand weiß so genau, warum Emmet danach die mondäne Möchtegern-Schriftstellerin Blanche heiratet, die sich von seinem halbkriminellen Background faszinieren lässt. Als sie ihn mit dem Profikiller Al Torrio betrügt, verlässt er auch Blanche und will zu Hattie zurückkehren, die jedoch inzwischen verheiratet ist. Hier verliert sich Emmets Spur - er soll zu dieser Zeit seine schönsten Stücke aufgenommen haben.

"Sweet and Lowdown" ist eine virtuos inszenierte, prachtvoll ausgestattete Tragikomödie, in der Komikerstar Woody Allen nach "Zelig" (1983) und "Broadway Danny Rose" (1984) zum dritten Mal eine fiktive Künstlerbiographie entwickelt. Basierend auf Anspielungen an Erlebnisse realer Jazzer aus der Zeit des Swings, reiht der passionierte Klarinettist Woody Allen (der bekanntlich für seinen gewohnten Auftritt in einem New Yorker Jazzlokal eine "Oscar"-Verleihung sausen ließ) mit seinem unnachahmlichen Humor Episoden und Anekdoten aneinander, die beständig zwischen hintergründigem Witz und zarter Melancholie changieren. Jazzstandards unter anderem von Django Reinhardt und Duke Ellington wurden hierfür teilweise neu eingespielt. Sean Penn spielt eine seiner besten Rollen und erhielt für seine bewegende Darstellung eine "Oscar"-Nominierung.
   

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