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Zur Beerdigung seiner Tante ist Michel (Raf Vallone)
nach Jahrzehnten wieder in Marseille. Noch beim
Leichenschmaus stiehlt ihm Michel (Raf Vallone),
der Sohn seiner Schwester Jeanne (Gilberte Rivet),
das Auto. Michel will jedoch keine Polizei einschalten,
zumal er im Wagen Papiere über windige Geschäfte
liegen ließ. So macht er sich selbst auf die
Suche, begleitet von seinem Onkel Charles (Jean
Maurel). Dabei stoßen sie auf viele Orte,
die ihn an die Vergangenheit erinnern. Während
Michel zu Hause noch die starken Familienbande spürt,
ist ihm die Stadt längst fremd geworden.
Indessen schließt er Bekanntschaft mit Cécé
(Andréa Ferreol), der Mutter von Minos Freundin.
Sie führt ihn zu den Orten, an denen sich Minos
Clique herumtreibt. Michel spürt bald eine
immer tiefere Seelenverwandtschaft zu dem abenteuerlustigen
und jähzornigen Mino. Doch die Zeiten der romantischen
Gang-Spielereien sind vorbei. Michel trifft Lydie
(Ariane Ascaride). Sie stieg aus der Clique aus,
weil ihre Kameraden am Hafen ein gefährliches
Ding planen. Sie wollen eine Containerladung Transistoren
rauben. Michel und Cécé gelingt es,
rechtzeitig am Tatort aufzutauchen. Bevor sie jedoch
eingreifen können, gibt es schon einen Toten
...
Die Filme des Regisseurs René Allio ("Die
eine und die andere", "Matrose 512",
"Transit") spüren die Ambivalenz
sozialer Situationen auf. Mit fast dokumentarischer
Beiläufigkeit skizziert er, wie Menschen in
Konflikte und gegenseitige Abhängigkeit geraten
oder zum Spiegelbild der eigenen, zerbröckelnden
Identität werden. Raf Vallone, markanter Star
des italienischen Kinos der Fünfzigerjahre
("Bitterer Reis"), verkörpert den
Heimkehrer Michel mit einer melancholischen Eindringlichkeit.
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