Kika

Spanisch-französischer Spielfilm von 1993
Regie Pedro Almodóvar
Drehbuch Pedro Almodóvar
Musik Pérez Prado, Kurt Weill und andere
Kamera Alfredo F. Mayo
Darsteller Kika - Verónica Forqué
Nicolas Pierce - Peter Coyote
Ramón - Alex Casanovas
Andrea Caracortada - Victoria Abril
Juana, das Hausmädchen - Rossy de Palma
Rafaela - Charo López
und andere

Die Visagistin Kika rettet dem scheintoten jungen Fotografen Ramón das Leben: Sie sollte den vermeintlichen Leichnam Ramóns lediglich nett schminken, doch dadurch holt sie den Herzkranken aus dem Jenseits zurück. Fortan sind die beiden ein Paar, scheinen aber nicht zueinander zu passen. Kika betrügt ihren Geliebten mit Ramóns attraktivem Stiefvater Nicholas. Der Schriftsteller birgt ein mörderisches Geheimnis, dem wiederum die narbengesichtige Moderatorin einer grellen Reality-TV-Show auf der Spur ist.

Seit "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" zählt Pedro Almodóvar zu den renommiertesten Autorenfilmern Europas. In seinem zehnten abendfüllenden Spielfilm treibt der Spanier einmal mehr ein virtuoses Spiel mit Elementen aus Sex- & Crime-Filmen und Screwball-Komödien. Mit traumwandlerischer Sicherheit und mit atemberaubender Geschwindigkeit changiert Almodóvar dabei zwischen Groteske und Tragödie. Obwohl die Charaktere in ihren traditionellen Geschlechterrollen permanent in Frage gestellt werden, ist der Zuschauer immer wieder gerührt von psychologisch genauen Beobachtungen und Momenten tief empfundener Wahrheit. Und ganz nebenbei ist "Kika" auch eine ebenso realistische wie augenzwinkernde Reflexion auf den Medienbetrieb und den Voyeurismus des Fernsehpublikums.
   

Copyright © Jürgen Oellerich - All Rights Reserved