Sprich mit ihr

Spanischer Spielfilm von 2002
Regie Pedro Almodóvar
Drehbuch Pedro Almodóvar
Musik Alberto Iglesias und Caetano Veloso
Kamera Javier Aguirresarobe
Darsteller Benigno Martín - Javier Cámara
Marco Zuluaga - Darío Grandinetti
Lydia Gonzáles - Rosario Flores
Alicia - Leonor Watling
Katerina Bilova - Geraldine Chaplin
Sänger - Caetano Veloso
Tänzerin - Pina Bausch
u. a.

Der sensible Reiseschriftsteller Marco ist tief bestürzt, als seine Freundin, die Stierkämpferin Lydia, bei einer Corrida schwer verletzt wird und ins Koma fällt. Bei seinen regelmäßigen Besuchen im Hospital macht Marco die Bekanntschaft des liebeswürdigen Krankenpflegers Benigno, worauf es zwischen den beiden Männern zu einer überaus freundschaftlichen Annäherung kommt. Mit wachsender Irritation nimmt Marco jedoch wahr, welch merkwürdige Beziehung der Freund zu der Balletttänzerin Alicia hat, die seit vier Jahren ebenfalls im Koma liegt und von Benigno seither mit übersteigerter Hingabe gepflegt wird.

Als Marco von einer Auslandsreise zurückkehrt, erfährt er, dass Benigno im Gefängnis sitzt. Er hat Alicia missbraucht, die daraufhin aus dem Koma erwacht und ein totes Kind zur Welt bringt. Nach Benignos Selbstmord zieht Marco auf Wunsch des toten Freundes in dessen frei gewordene Wohnung ein. Im Ballettstudio gegenüber sieht er die aus dem Koma erwachte Alicia - die er bald darauf bei einer Ballettaufführung von Pina Bausch an der Seite ihrer Lehrerin Katerina wiedertrifft.

Stierkampf, Tanztheater, die Liebe eines Krankenpflegers zu einer komatösen Patientin und eine geniale Stummfilmsequenz sind die Motive, die der Spanier Pedro Almodóvar in seinem Meisterwerk "Sprich mit ihr" zu einem kunstvoll gesponnenen Erzählfaden verknüpft.

Der Film war ein großer Publikumserfolg und wurde mit zahlreichen Preisen, unter anderem dem Golden Globe, dem Europäischen Filmpreis und dem César ausgezeichnet. Außerdem erhielt der Spanier 2002 mit der Auszeichnung für das beste Originaldrehbuch gleich den zweiten Oscar hintereinander nach "Alles über meine Mutter". Für die Darstellung des liebenswürdig-schrägen Krankenpflegers wurde Javier Cámara schließlich mit dem Europäischen Filmpreis als Bester Darsteller geehrt.
   

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