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Der sensible Reiseschriftsteller Marco ist tief
bestürzt, als seine Freundin, die Stierkämpferin
Lydia, bei einer Corrida schwer verletzt wird und
ins Koma fällt. Bei seinen regelmäßigen
Besuchen im Hospital macht Marco die Bekanntschaft
des liebeswürdigen Krankenpflegers Benigno,
worauf es zwischen den beiden Männern zu einer
überaus freundschaftlichen Annäherung
kommt. Mit wachsender Irritation nimmt Marco jedoch
wahr, welch merkwürdige Beziehung der Freund
zu der Balletttänzerin Alicia hat, die seit
vier Jahren ebenfalls im Koma liegt und von Benigno
seither mit übersteigerter Hingabe gepflegt
wird.
Als Marco von einer Auslandsreise zurückkehrt,
erfährt er, dass Benigno im Gefängnis
sitzt. Er hat Alicia missbraucht, die daraufhin
aus dem Koma erwacht und ein totes Kind zur Welt
bringt. Nach Benignos Selbstmord zieht Marco auf
Wunsch des toten Freundes in dessen frei gewordene
Wohnung ein. Im Ballettstudio gegenüber sieht
er die aus dem Koma erwachte Alicia - die er bald
darauf bei einer Ballettaufführung von Pina
Bausch an der Seite ihrer Lehrerin Katerina wiedertrifft.
Stierkampf, Tanztheater, die Liebe eines Krankenpflegers
zu einer komatösen Patientin und eine geniale
Stummfilmsequenz sind die Motive, die der Spanier
Pedro Almodóvar in seinem Meisterwerk "Sprich
mit ihr" zu einem kunstvoll gesponnenen Erzählfaden
verknüpft.
Der Film war ein großer Publikumserfolg und
wurde mit zahlreichen Preisen, unter anderem dem
Golden Globe, dem Europäischen Filmpreis und
dem César ausgezeichnet. Außerdem erhielt
der Spanier 2002 mit der Auszeichnung für das
beste Originaldrehbuch gleich den zweiten Oscar
hintereinander nach "Alles über meine
Mutter". Für die Darstellung des liebenswürdig-schrägen
Krankenpflegers wurde Javier Cámara schließlich
mit dem Europäischen Filmpreis als Bester Darsteller
geehrt.
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