Bruder Martin

Österreichischer Spielfilm von 1954
Regie Axel von Ambesser
Drehbuch Erna Fentsch, nach einem Volksstück von Carl Costa
Musik Musik: Hans Lang
Kamera Sepp Ketterer
Darsteller Bruder Martin - Paul Hörbiger
Rosl - Marianne Koch
Christian - Gerhard Riedmann
Der Pfarrer von Siebenwiesen - Carl Wery
Lena - Ellinor Jensen
Würmerl - Rudolf Carl
Herr Malzl - Fritz Eckhardt
Frau Malzl - Lotte Lang
Stanzi - Jane Tilden
Michl - Peter Weck
u. a.

Der reisende Kapuzinermönch Martin greift gern zu unkonventionellen Methoden, wenn es darum geht, Spenden zu sammeln, Kranken zu helfen und die Menschen im Allgemeinen ein bisschen glücklicher zu machen. Sein freimütiger Charakter hat Bruder Martin bei der ländlichen Klientel des Ordens ausgesprochen populär gemacht. Nur schade, dass sein Prior die Talente des manchmal etwas ruppigen älteren Herrn nicht recht zu schätzen scheint. Als im Kloster ein Beschwerdebrief vom Pfarrer des nächstgelegenen Sprengels Siebenwiesen eintrifft, sieht sich der Obere gezwungen, Martin eine Abmahnung zu erteilen: mit dem Reisen ist es aus.

Nur unter strengen Auflagen darf der wehrhafte Mönch ein letztes Mal das Kloster verlassen, um seine Nichte Lena zu besuchen, die in Schwierigkeiten steckt. Kaum ist Martin in Siebenwiesen eingetroffen, bricht dort das Chaos aus. Lena befindet sich am Rande der Verzweiflung, denn sie ist schwanger von Michl, dem Sohn des örtlichen Brauereibesitzers - und für den kommt eine Kellnerin als Schwiegertochter kaum in Frage. Probleme hat auch die hübsche Wirtin Rosl, die ihren Verlobten Christian zwar innig liebt, aber trotzdem mit dem Leutnant eines bei ihr einquartierten Regiments flirtet. Und der Schneider Wurm lebt in dauernder Angst vor seiner entschieden zu koketten Frau. Um den "Sauhaufen auszumisten", ist Bruder Martin ausgerechnet auf die Hilfe des strengen Pfarrers angewiesen, der ihn beim Prior verpetzt hat ...

Der am 6. September 1988, also vor fast 20 Jahren, verstorbene Schauspieler, Schriftsteller und Regisseur Axel von Ambesser ("Der brave Soldat Schwejk", "Kohlhiesels Töchter") hat den populären Stoff temporeich, deftig und mit viel Sympathie für seine Hauptfiguren in Szene gesetzt. In den Rollen der Geistlichen glänzen die Vollblutkomödianten Paul Hörbiger und Carl Wery.
   

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