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Der reisende Kapuzinermönch Martin greift gern
zu unkonventionellen Methoden, wenn es darum geht,
Spenden zu sammeln, Kranken zu helfen und die Menschen
im Allgemeinen ein bisschen glücklicher zu
machen. Sein freimütiger Charakter hat Bruder
Martin bei der ländlichen Klientel des Ordens
ausgesprochen populär gemacht. Nur schade,
dass sein Prior die Talente des manchmal etwas ruppigen
älteren Herrn nicht recht zu schätzen
scheint. Als im Kloster ein Beschwerdebrief vom
Pfarrer des nächstgelegenen Sprengels Siebenwiesen
eintrifft, sieht sich der Obere gezwungen, Martin
eine Abmahnung zu erteilen: mit dem Reisen ist es
aus.
Nur unter strengen Auflagen darf der wehrhafte Mönch
ein letztes Mal das Kloster verlassen, um seine
Nichte Lena zu besuchen, die in Schwierigkeiten
steckt. Kaum ist Martin in Siebenwiesen eingetroffen,
bricht dort das Chaos aus. Lena befindet sich am
Rande der Verzweiflung, denn sie ist schwanger von
Michl, dem Sohn des örtlichen Brauereibesitzers
- und für den kommt eine Kellnerin als Schwiegertochter
kaum in Frage. Probleme hat auch die hübsche
Wirtin Rosl, die ihren Verlobten Christian zwar
innig liebt, aber trotzdem mit dem Leutnant eines
bei ihr einquartierten Regiments flirtet. Und der
Schneider Wurm lebt in dauernder Angst vor seiner
entschieden zu koketten Frau. Um den "Sauhaufen
auszumisten", ist Bruder Martin ausgerechnet
auf die Hilfe des strengen Pfarrers angewiesen,
der ihn beim Prior verpetzt hat ...
Der am 6. September 1988, also vor fast 20 Jahren,
verstorbene Schauspieler, Schriftsteller und Regisseur
Axel von Ambesser ("Der brave Soldat Schwejk",
"Kohlhiesels Töchter") hat den populären
Stoff temporeich, deftig und mit viel Sympathie
für seine Hauptfiguren in Szene gesetzt. In
den Rollen der Geistlichen glänzen die Vollblutkomödianten
Paul Hörbiger und Carl Wery.
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