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Der Architekt Alfred Roscher (Hans Söhnker)
genießt die Sonnenseite des Lebens. Er ist
beruflich sehr erfolgreich, mit Frau Gabriele (Hannelore
Schroth) seit 20 Jahren glücklich verheiratet,
Vater von Claus (Peter Kraus) und Mariella (Corny
Collins), zwei aufgeweckten Teenagern. Im gemütlichen
Landhaus herrscht Familienidylle. Doch dann lernt
er die attraktive Modedesignerin Charlotte Bernhardt
(Barbara Rütting) kennen, die in Paris lebt
und in deutschen Landen nur besuchsweise weilt.
Die selbstbewusste junge Frau gefällt ihm sehr
und er flirtet heftig mit ihr.
Es ist nicht die große Liebe, aber eine schöne
Abwechslung im glücklichen Alltagstrott. Er
glaubt, seine Frau würde ihm den Flirt verzeihen
und Charlotte würde ihre unabhängige Existenz
über alles stellen. Doch da hat er sich in
beiden Frauen mächtig geirrt: Charlotte verliebt
sich nach anfänglichem Widerstreben heftig
in ihn und Gabriele ist längst nicht so tolerant,
wie er denkt. Es ist ausgerechnet Tochter Mariella,
die hinter Vaters Geheimnis kommt.
Sie will Charlotte ihre eigenen Modeentwürfe
zeigen und entdeckt in deren Wohnung den Schal des
Vaters. Tief bestürzt beichtet sie alles der
Mutter. Die schaut sich die "Freundin ihres
Mannes" aus der Nähe an und versucht eine
Aussprache. Doch Charlotte will auf ihn nicht verzichten,
sondern ihn heiraten. Also droht Gabriele mit Scheidung.
Beide Konsequenzen sind aber gar nicht in Roschers
Sinn. Fast scheint es zum Drama zu kommen. Da übernimmt
Claus, Roschers Sohn, das Kommando.
Eine gepflegte Boulevardkomödie, die sich um
das immer wieder aktuelle Thema "Seitensprung"
und seine Folgen dreht. Axel von Ambesser setzt
seine Geschichte flott und pointenreich in Szene.
Barbara Rütting, Hannelore Schroth und Hans
Söhnker als Stars jener Jahre verkörpern
mit Spielfreude das "Dreiecksverhältnis".
Die Titelrolle spielt Barbara Rütting, die
am 21. November 2007 ihren 80. Geburtstag feierte.
Sie, die heute als Grünen-Abgeordnete und Alterspräsidentin
im Bayerischen Landtag sitzt, kann auf eine bemerkenswerte
Film- und Theaterkarriere und ein außerordentlich
vielseitiges Leben zurückblicken. Ohne jegliche
Schauspielausbildung gab sie 1951 ihr Filmdebüt.
Für ihren zweiten Film, das Trümmerdrama
"Die Spur führt nach Berlin", bekam
sie bereits den Bundesfilmpreis.
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