Die Freundin meines Mannes

Deutscher Spielfilm von 1957
Regie Axel von Ambesser
Drehbuch Heinz Pauck und Heinz Oskar Wuttig
Musik Norbert Schultze
Kamera Kurt Hasse
Darsteller  

Der Architekt Alfred Roscher (Hans Söhnker) genießt die Sonnenseite des Lebens. Er ist beruflich sehr erfolgreich, mit Frau Gabriele (Hannelore Schroth) seit 20 Jahren glücklich verheiratet, Vater von Claus (Peter Kraus) und Mariella (Corny Collins), zwei aufgeweckten Teenagern. Im gemütlichen Landhaus herrscht Familienidylle. Doch dann lernt er die attraktive Modedesignerin Charlotte Bernhardt (Barbara Rütting) kennen, die in Paris lebt und in deutschen Landen nur besuchsweise weilt. Die selbstbewusste junge Frau gefällt ihm sehr und er flirtet heftig mit ihr.
Es ist nicht die große Liebe, aber eine schöne Abwechslung im glücklichen Alltagstrott. Er glaubt, seine Frau würde ihm den Flirt verzeihen und Charlotte würde ihre unabhängige Existenz über alles stellen. Doch da hat er sich in beiden Frauen mächtig geirrt: Charlotte verliebt sich nach anfänglichem Widerstreben heftig in ihn und Gabriele ist längst nicht so tolerant, wie er denkt. Es ist ausgerechnet Tochter Mariella, die hinter Vaters Geheimnis kommt.
Sie will Charlotte ihre eigenen Modeentwürfe zeigen und entdeckt in deren Wohnung den Schal des Vaters. Tief bestürzt beichtet sie alles der Mutter. Die schaut sich die "Freundin ihres Mannes" aus der Nähe an und versucht eine Aussprache. Doch Charlotte will auf ihn nicht verzichten, sondern ihn heiraten. Also droht Gabriele mit Scheidung. Beide Konsequenzen sind aber gar nicht in Roschers Sinn. Fast scheint es zum Drama zu kommen. Da übernimmt Claus, Roschers Sohn, das Kommando.

Eine gepflegte Boulevardkomödie, die sich um das immer wieder aktuelle Thema "Seitensprung" und seine Folgen dreht. Axel von Ambesser setzt seine Geschichte flott und pointenreich in Szene. Barbara Rütting, Hannelore Schroth und Hans Söhnker als Stars jener Jahre verkörpern mit Spielfreude das "Dreiecksverhältnis".

Die Titelrolle spielt Barbara Rütting, die am 21. November 2007 ihren 80. Geburtstag feierte. Sie, die heute als Grünen-Abgeordnete und Alterspräsidentin im Bayerischen Landtag sitzt, kann auf eine bemerkenswerte Film- und Theaterkarriere und ein außerordentlich vielseitiges Leben zurückblicken. Ohne jegliche Schauspielausbildung gab sie 1951 ihr Filmdebüt. Für ihren zweiten Film, das Trümmerdrama "Die Spur führt nach Berlin", bekam sie bereits den Bundesfilmpreis.
   

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