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Kyril Lakota, Erzbischof von Lemberg, ist als politischer
Häftling durch viele Niederungen des Lebens
gegangen, als er nach 20 Jahren aus einem Arbeitslager
in Sibirien freikommt. Sein Glauben und seine Menschlichkeit
sind dadurch jedoch nur gefestigt worden. Als Kyril
im Vatikan eintrifft, ernennt ihn der Papst zum
Kardinal. Seine Kollegen, die Kardinäle Rinaldi
und Leone, lernen ihn schätzen. Er selber fühlt
sich zu dem jungen Theologen David Telemond hingezogen.
Dieser Priester vertritt in Anlehnung an Teilhard
de Chardin Auffassungen, die ihn mit den römischen
Kirchenbehörden in Konflikt gebracht haben.
Als der Papst stirbt, geht Kyril aus dem Konklave
überraschend als Nachfolger hervor. Seine ungewöhnliche
Art befremdet bald die Traditionalisten in der Kurie.
Seine erste große Bewährungsprobe kommt,
als er sich entschließt, in einer gefährlichen
politischen Situation nach Moskau zu reisen, wo
er mit dem sowjetischen Ministerpräsidenten
Kamenev und dem chinesischen Parteivorsitzenden
Peng zusammentrifft. In China herrscht eine schwere
Hungersnot. Die daraus resultierenden Spannungen
drohen, einen neuen Weltkrieg auszulösen. Kyril
gelingt es zunächst, eine Zuspitzung des Konfliktes
zu verhindern. Die Krönung seiner Bemühungen
erfolgt bei der feierlichen Amtseinführung,
als er der Welt verkündet, die Kirche werde
ihr ganzes Vermögen zur Linderung des Hungers
hingeben.
Eindrucksvoll wird dieser "moderne" Papst
von Anthony Quinn dargestellt, einem der großen
Hollywood-Helden der alten Garde. Anthony Quinn,
der als Kind einer aztekischen Mutter und eines
irischen Vaters in ärmlichen Verhältnissen
aufwuchs, gab mit 18 Jahren sein Filmdebüt,
um dann eine der längsten und größten
Schauspielerkarrieren Hollywoods zu gestalten. Exotische,
markante und urwüchsige Gestalten in über
100 Filmen hinterlässt er als sein Erbe. Die
Zuschauer liebten ihn als Alexis Sorbas, litten
um ihn als Quasimodo, dem Glöckner von Notre-Dame,
bewunderten ihn als Maler Gauguin. Er versuchte
sich auch als Regisseur, Sänger und Produzent
und widmete sich in seinen späteren Jahren
immer stärker auch der Malerei und Bildhauerei.
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