In den Schuhen des Fischers

Spielfilm aus den USA von 1968
Regie Michael Anderson
Drehbuch John Patrick und James Kennaway
Musik Alex North
Kamera Erwin Hillier
Darsteller Kyril Lakota - Anthony Quinn
Ministerpräsident Kamenev - Laurence Olivier
Pater David Telemond - Oskar Werner
Reporter George Faber - David Janssen
Kardinal Rinaldi - Vittorio De Sica
Älterer Papst - John Gielgud
Kardinal Leone - Leo McKern
Peng - Burt Kwouk
Dr. Ruth Faber - Barbara Jefford
und andere

Kyril Lakota, Erzbischof von Lemberg, ist als politischer Häftling durch viele Niederungen des Lebens gegangen, als er nach 20 Jahren aus einem Arbeitslager in Sibirien freikommt. Sein Glauben und seine Menschlichkeit sind dadurch jedoch nur gefestigt worden. Als Kyril im Vatikan eintrifft, ernennt ihn der Papst zum Kardinal. Seine Kollegen, die Kardinäle Rinaldi und Leone, lernen ihn schätzen. Er selber fühlt sich zu dem jungen Theologen David Telemond hingezogen. Dieser Priester vertritt in Anlehnung an Teilhard de Chardin Auffassungen, die ihn mit den römischen Kirchenbehörden in Konflikt gebracht haben. Als der Papst stirbt, geht Kyril aus dem Konklave überraschend als Nachfolger hervor. Seine ungewöhnliche Art befremdet bald die Traditionalisten in der Kurie. Seine erste große Bewährungsprobe kommt, als er sich entschließt, in einer gefährlichen politischen Situation nach Moskau zu reisen, wo er mit dem sowjetischen Ministerpräsidenten Kamenev und dem chinesischen Parteivorsitzenden Peng zusammentrifft. In China herrscht eine schwere Hungersnot. Die daraus resultierenden Spannungen drohen, einen neuen Weltkrieg auszulösen. Kyril gelingt es zunächst, eine Zuspitzung des Konfliktes zu verhindern. Die Krönung seiner Bemühungen erfolgt bei der feierlichen Amtseinführung, als er der Welt verkündet, die Kirche werde ihr ganzes Vermögen zur Linderung des Hungers hingeben.

Eindrucksvoll wird dieser "moderne" Papst von Anthony Quinn dargestellt, einem der großen Hollywood-Helden der alten Garde. Anthony Quinn, der als Kind einer aztekischen Mutter und eines irischen Vaters in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs, gab mit 18 Jahren sein Filmdebüt, um dann eine der längsten und größten Schauspielerkarrieren Hollywoods zu gestalten. Exotische, markante und urwüchsige Gestalten in über 100 Filmen hinterlässt er als sein Erbe. Die Zuschauer liebten ihn als Alexis Sorbas, litten um ihn als Quasimodo, dem Glöckner von Notre-Dame, bewunderten ihn als Maler Gauguin. Er versuchte sich auch als Regisseur, Sänger und Produzent und widmete sich in seinen späteren Jahren immer stärker auch der Malerei und Bildhauerei.
   

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