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Die Erde vor ca. 75.000 Jahren. Die ersten Urmenschen
haben gelernt, die Kraft des Feuers für sich
zu nutzen. Wer im Besitz einer Feuerstätte
ist, hat Macht - jedoch nur, solange das Feuer nicht
erlischt. Denn wie man selbst ein Feuer entzündet,
haben die Urmenschen noch nicht herausfinden können.
Daher entbrennen zwischen den einzelnen Stämmen
immer wieder blutige Kämpfe um das Feuer. Als
der Stamm der Ulam, der im Besitz des Feuers ist,
von einer Horde Neandertaler überfallen wird
und in ein Sumpfgebiet fliehen muss, geschieht das
Unglück: Die Feuerquelle erlischt. Von Hunger
und dem Erfrierungstod bedroht, entsendet der Stamm
drei Männer, die neues Feuer holen sollen.
Die Krieger Noah, Amoukar und Gaw begeben sich auf
eine gefährliche und entbehrungsreiche Reise.
Nachdem sie beinahe einem Rudel von Säbelzahntigern
zum Opfer gefallen wären, stoßen sie
auf eine Horde von Kannibalen, die im Besitz von
Feuer ist. In einem blutigen Kampf gelingt es dem
Trio, die Menschenfresser in die Flucht zu schlagen
und die Feuerquelle an sich zu nehmen.
Ika, eine Gefangene der Kannibalenhorde, schließt
sich den Männern an. Sie führt Noah, der
sich in sie verliebt, zu ihrem Stamm, der sich bereits
auf einer höheren Entwicklungsstufe befindet.
Hier lernt Noah, wie man selbst Feuer entfacht.
Als er wenig später von Amoukar und Gaw geholt
wird, um die Mission zu Ende zu führen und
das Feuer zu ihrem Stamm zu bringen, verlässt
Ika ihren Stamm, um Noah zu folgen. Und als er eines
Nachts wie ein Tier über sie herfallen will,
zeigt sie ihm, dass man auch auf zärtliche
Weise Sex miteinander haben kann. Der Stamm der
Ulam ist außer sich vor Freude, als die Männer
mit dem Feuer zurückkehren. Doch im Überschwang
des Freudentaumels fällt die Feuerquelle abermals
ins Wasser und erlischt. Nun kann Noah voller Stolz
zeigen, was er gelernt hat: Vor den Augen seiner
staunenden Stammesbrüder entfacht er ein neues
Feuer.
Mit "Am Anfang war das Feuer" hat Jean-Jacques
Annaud einen faszinierenden historischen Abenteuerfilm
inszeniert. In grandiosen, beinahe dokumentarisch
anmutenden Bildern erzählt der akribisch recherchierte
Film, für den Annaud eigens eine "Urmenschensprache"
entwickeln ließ, wie das Leben in grauer Vorzeit
ausgesehen haben mag. Dabei gerinnt der Film nicht
zu einem plakativen Reißer, sondern zeichnet
sich gerade durch seine zutiefst humanistische Aussage
aus. In den Hauptrollen beeindrucken Ron Perlman
und Everett McGill als Urmenschen.
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