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Vergnügt trollt sich ein kleines Bärenjunges
im Gras, während seine Mutter Honig aus einer
Felsspalte holt. Dabei kommt es zu einem Steinschlag
und die Bärenmutter wird von einem Felsbrocken
erschlagen. Das Junge bleibt eine Zeit lang bei
der toten Mutter und schmiegt sich hilflos an den
reglosen Körper. Vom Hunger gepackt, macht
es sich auf den Weg. Ein Frosch erweist sich für
das noch ungeschickte Bärenkind als viel zu
schwierige Beute. Hungrig schläft es ein. Derweil
haben der Jägerveteran Bill und sein ungestümer
junger Freund Tom die Spur eines mächtigen
Grizzlybären aufgenommen und pirschen sich
an.
Vom Jagdfieber gepackt, hört Tom nicht auf
den Rat seines erfahrenen Freundes und feuert seinen
Schuss zu früh ab. Er trifft den Bären
nur an der Schulter, das verletzte Tier flieht und
tötet die am Lagerplatz verbliebenen Pferde
der Jäger. Während Bill nun seinen Freund
zurücklässt, um Hilfe herbeizuholen, nähert
sich das Bärenjunge scheu seinem angeschossenen
Artgenossen und leckt ihm die Wunden. Der mächtige
Koloss akzeptiert das Waisenjunge und nimmt es in
seine Obhut. Bald droht erneut Gefahr: Bill ist
mit einer Meute von Jagdhunden zurückgekehrt,
die die beiden Bären vor sich hertreiben. Die
Jäger trennen sich. In unwegsamer Berggegend
steht Tom nach einer Unachtsamkeit plötzlich
alleine und unbewaffnet dem mächtigen Grizzly
gegenüber.
"Der Bär" ist ein außergewöhnlicher
Tierspielfilm, der auf faszinierende Art Spannung
erzeugt, indem er fast ausschließlich aus
der Sicht der Bären gedreht wurde. Die Handlung
entspinnt sich dabei durch eine vorzügliche
visuelle Dramatik. Regisseur Jean-Jacques Annaud
benötigte für dieses Meisterwerk sechs
Jahre Vorbereitungszeit und belichtete in 109 Drehtagen
insgesamt 300 Kilometer Film. Auch kommerziell war
der Film ein Erfolg und spielte bereits vor seinem
US-Start weltweit mehr als 100 Millionen Dollar
ein.
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