Der Bockerer

Deutsch-österreichischer Spielfilm von 1981
Regie Franz Antel
Drehbuch Kurt Nachmann, nach dem Theaterstück "Der Bockerer" von Ulrich Becher und Peter Preses
Musik Gerhard Heinz
Kamera Ernst Kalinke und Fritz Baader
Darsteller Karl Bockerer - Karl Merkatz
Sabine Bockerer - Ida Krottendorf
Hans Bockerer - Georg Schuchter
Herr Hatzinger - Alfred Böhm
Dr. Rosenblatt - Heinz Marecek
Oberscharführer Gstettner - Michael Schottenberg
Elisabeth - Regine Sattler
Franz Schebesta - Walter Schmidinger
u. a.

Karl Bockerer, Besitzer einer Metzgerei in einem Wiener Vorstadtbezirk, kann die Begeisterung seiner Frau Sabine und seines Sohnes Hans beim Einmarsch der deutschen Truppen im Jahr 1938 nicht verstehen. Vom Nationalsozialismus will er nichts wissen, dass er am selben Tag wie der Führer Geburtstag hat, ist ihm eher peinlich. Ein Hitlerbild in der Auslage seines Ladens ist in seinen Augen unnötig, denn "da liegt ja schon ein Schweinskopf".
Der aufrechte Metzgermeister versteht auch nicht, warum sein jüdischer Tarock-Partner Dr. Rosenblatt Hals über Kopf das Land in Richtung Amerika verlässt. Erst als ein Freund von ihm, der Eisenbahner Hermann, nach Dachau verschleppt wird und dort im KZ umkommt, beginnt Bockerer die ganze Unmenschlichkeit der Nazi-Ideologie zu begreifen. Er selbst aber bleibt ungeschoren, sein rebellisches Verhalten beim Verhör hat ihn in den Augen der Nazischergen zum Idioten gestempelt, harmlos, aber irre. Mit dem Freibrief des Verrückten überlebt Bockerer alle Schrecken des Tausendjährigen Reiches.

Sohn Hans aber ist in Stalingrad gefallen. Als Rosenblatt 1945 in amerikanischer Uniform nach Wien zurückkehrt, nimmt man die friedlichen Tarock-Runden wieder auf.
   

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