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Statt bei Hofe zu weilen, flüchtet Prinz Max
von Bayern mit seinem Adjutanten Medardus von Krieglstein
zur Jagd in die Alpen. Da dies seinem Vetter, König
Ludwig I., gar nicht gefällt, reist er inkognito
nach Hallstadt weiter. Dorthin ist die Kunde vom
heimlich reisenden Prinzen schon gedrungen, allerdings
meint man beim Löwenwirten Lampl, ihn im Gast
Andreas Spaun ausgemacht zu haben. Da Spaun gerade
etwas knapp bei Kasse ist, kommt es ihm ganz recht,
als vermeintlicher Prinz äußerst zuvorkommend
behandelt zu werden.
In Hallstadt steht der Kirtag bevor und so herrscht
beim Löwenwirten nicht nur viel Trubel, sondern
auch Zimmerknappheit. So muss sich auch Prinz Max
als der erwartete bayerische Obersteiger ausgeben,
um noch ein Zimmer zu bekommen. Ähnliche Probleme
hat auch Prinzessin Ludovika, die ebenfalls mit
ihrem Gefolge unter falschem Rang und dem Namen
Luise reist.
Das ausgelassene Treiben am Kirtag bringt es mit
sich, dass sich Luise und Max ineinander verlieben,
ebenso wie die hübsche Wirtstochter Nelly für
Andreas, den vermeintlichen Prinzen, ihr Herz entdeckt.
Als das Fest vorbei ist, kommt beinahe die Stunde
der Wahrheit: Eine Depesche des Königs, der
entschieden hat, dass Prinz Max und Prinzessin Luise
aus Staatsraison heiraten müssen, stört
die fröhliche Stimmung. Spaun muss Farbe bekennen,
doch Luise erfährt erst in Wien, welchen Bräutigam
sie vor dem König energisch abgelehnt hat.
Die musikalische Komödie entstand nach Motiven
und Melodien der gleichnamigen Wiener Operette von
Carl Zeller. Genrespezialist Franz Antel inszenierte
den opulenten Kostümfilm vor romantischer Alpenkulisse
mit prominenten Stars jener Zeit, allen voran Wolf
Albach-Retty, der am 28. Mai 2006 100 Jahre alt
geworden wäre. Als Sohn der berühmten
Wiener Hofschauspielerin Rosa Albach-Retty geboren,
erhält er eine Ausbildung an der Wiener Akademie
für Musik und darstellende Kunst.
Mit 20 Jahren spielt er seine erste Rolle am Wiener
Burgtheater, zu dessen Ensemble er bis 1932 gehört.
Sein Filmdebüt gibt er 1927 in einem Stummfilm,
sein eigentlicher Durchbruch im Film kommt mit dem
Tonfilm. 1931 nimmt ihn die UFA unter Vertrag und
besetzt ihn gern als "Wiener Charmeur"
in Romanzen und Musikfilmen. Er spielt an der Seite
von Lilian Harvey, Renate Müller, Käthe
Nagy oder Magda Schneider. Sie heiratet er 1936,
aus ihrer Ehe geht die berühmte Schauspielerin
Romy Schneider hervor.
Acht Filme dreht er mit Magda Schneider, sie gelten
als Traumpaar des deutschen Films. Nach dem Krieg
setzt Albach-Retty seine Karriere erfolgreich fort,
wenn auch sein von ihm verkörperter Rollentypus
nicht mehr ganz in die Zeit passt. 1959 kehrt er
an das Burgtheater zurück und spielt nur noch
selten im Film. Mit nur 58 Jahren stirbt er am 21.02.1967
in Wien an Herversagen.
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