Roten soll man küssen

Österreichischer Spielfilm von 1963
Regie Franz Antel
Drehbuch Kurt Nachmann
Musik Johannes Fehring
Kamera Hanns Matula
Darsteller Evelyn Hoover - Johanna Matz
Peter - Peter Weck
Herr Burian - Gunther Philipp
John P. Hoover - Gustav Knuth
Candy - Sabina Sesselmann
Frank - Peter Vogel
Inge - Evi Kent
Frau Kickebusch - Trude Herr
Franz - Paul Löwinger
Muckenhuber - Paul Hörbiger
u.a.

Es singen: Vico Torriani, Georges Dimou, Eddie Constantine, Chubby Checker


Evelyn, Tochter des amerikanischen Reisebürokönigs John P. Hoover, ist die Urgroßnichte der berühmten Wiener Tänzerin Fanny Elßler. Tanzen ist auch Evelyns große Leidenschaft. Ihr Vater unterstützt ihre Karriere mit seinen Millionen, indem er das Publikum mit Freikarten besticht und die Kritiker mit barer Münze vom Können seiner Tochter überzeugt. Davon ahnt Evelyn natürlich nichts. Erst als Hoovers Freundin Candy und Evelyns Freund Frank sich über Evelyns mittelmäßige Tanzbegabung unterhalten, erfährt Evelyn lauschenderweise die Wahrheit und flüchtet am nächsten Morgen mit einer von Papas Reisegruppen nach Wien. Dort will sie ebenso große Triumphe wie ihre Ahnin feiern - und das ohne Protektion.

Die Wiener Vertretung des Hoover-Konzerns leitet ein vielversprechender junger Mann namens Burian, der leider zu spät merkt, dass sich hinter dem Namen seines neuen Gastes Peggy Meyer die Tochter seines Chefs verbirgt. Von Burians Sekretärin Inge vergrault, lernt Evelyn durch Zufall den netten Polizisten Peter kennen. Der charmante junge Mann nimmt sich ihrer an, besonders als sie in der Oper und auch im Theater abblitzt. Er verschafft ihr eine Stelle als Kellnerin beim freundlichen Kaffeehausbesitzer Muckenhuber, der hin und wieder Künstler managt - auch Peter, der als Sänger auftritt.


Hoover aber macht sich in der Zwischenzeit immer größere Sorgen um sein Töchterchen, das Burian nicht finden kann. Und so fliegt er mit Frank und Candy im Schlepptau kurzerhand nach Wien. Doch bis sich alles in Wohlgefallen auflösen kann, hat Polizist Peter noch ein großes Problem: Er erfährt, dass eine Hochstaplerin namens Peggy Meyer von Interpol gesucht wird und glaubt allen Ernstes, dass das seine Peggy sei ...

Eine heitere Schlagerromanze, die Unterhaltungsspezialist Franz Antel vor bezaubernder Wiener Kulisse mit vielen populären Stars jener Jahre wie Johanna Matz, Peter Weck und Gunther Philipp inszenierte. Zu den musikalischen Highlights gehören natürlich "Rote Lippen soll man küssen", "Let's twist again" und "Komm Angelina, komm". Franz Antel, der im August 2007 verstarb, wäre am 28. Juni 2008 95 Jahre alt geworden. Franz Antel war mit über 90 von ihm gedrehten oder produzierten Filmen ein ebenso erfolgreicher wie produktiver Filmemacher. 1949 drehte er mit "Das singende Haus" seinen ersten Film. Fortan profilierte er sich in Deutschland und Österreich als Spezialist für Unterhaltungs- und Heimatfilme und Filme aus der Kaiserzeit. Ab Mitte der 1960er Jahre bediente er auch die Schiene der Liebeskomödien. Zu seinen künstlerisch besten Filmen gehört sein Alterswerk "Der Bockerer", dessen vierten Teil er 2003 im Alter von 90 Jahren als sein letztes Werk fertigstellte.

   

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