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Nikolaus Tschinderle, ein schüchterner junger
Schneider, muss ständig den Spott seiner Mitbürger
über sich ergehen lassen. Vor allem der ruppige
Ochsenwirt, der hinter seiner geliebten Afra her
ist, treibt es arg. Das bringt Tschinderle so in
Harnisch, dass er in die Wälder geht, finstere
Rachepläne im Herzen. Auf der Suche nach einer
Räuberbande, der er sich anschließen
will, gerät Tschinderle an drei armselige Landstreicher.
Krummfinger Achilles, der nasse Elias und das kropfete
Seppele sind von ihm sehr angetan und machen ihn
zu ihrem Hauptmann. So beginnt Tschinderles Aufstieg
zum gefürchteten Räuber.
Obwohl seine "Untaten" alles andere als
grausam sind, gilt er bald als schrecklicher Spitzbube,
weil er und seine Mannen sich mit den Schurkereien
des "roten Rollos" brüsten. Rollo
ist nämlich wirklich ein waschechter Räuberhauptmann
und macht sich die Aufschneidereien des aufgebrachten
Schneiderleins zu Nutze. Als der junge Graf Ildefons
Tschinderle das Handwerk legen will, merkt er bald,
was hier gespielt wird. Dennoch besteht der wackere
Schneider, nach manchen Abenteuern überwältigt
und eingekerkert, hartnäckig darauf, den Weg
zum Galgen anzutreten, um seinen mühsam erworbenen
falschen Ruhm nicht angetastet zu sehen.Fürst
Zeno hat Verständnis dafür und damit schlägt
die Stunde der schönen Afra, die Tschinderle
ebenfalls liebt.
Die lustige Räuberballade drehte Regisseur
Franz Antel im selben Jahr wie "Ohne Krimi
geht die Mimi nie ins Bett". Der Krimi um den
Möchtegern-Spitzbuben Tschinderle und seine
harmlosen Spießgesellen spielt anno Tobak
und serviert augenzwinkernd vergnügliche Räuberromantik
aus dem Bilderbuch für Jung und Alt. Den gefürchteten
Räuber gibt Helmuth Lohner, der wandlungsfähige
österreichische Mime, der seine Karriere in
Josef von Bakys "Hotel Adlon" begann.
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