|
Nachdem die beiden Draufgänger Momme Linnau
und Christian Freytag mit einem gestohlenen Auto
erwischt werden, landen sie im Gefängnis. Christian
wird nach drei Monaten auf Bewährung mit der
Auflage entlassen, in Wildberg in der Baugesellschaft
von Traugott Jellinek zu arbeiten. Der junge Mann
ist fest entschlossen, sich ein neues Leben aufzubauen.
Zunächst scheint sein Glück auch perfekt,
denn in der sympathischen Firmensekretärin
Marianne Körner findet er seine große
Liebe, die etwas kleinere kommt von einem vernachlässigten
Hund, den er "Kumpel" nennt und der ihm
nicht mehr von der Seite weicht.
Mit seiner Firma arbeitet er im Schloss Wildberg,
der Residenz von Till Beckmann, einem jungen, aber
kranken Industriellensohn. Auch Till hat ein Auge
auf Marianne geworfen, was für den Verlauf
der Geschichte nicht unwesentlich sein wird. Er
zeigt ihr die Antiquitäten auf Schloss Wildberg,
wovon Marianne zu Hause ihrem Vater, einem Restaurator,
erzählt. Das hört aber auch Mariannes
Bruder Viktor, ein reichlich windiger Typ. Eines
Tages taucht Momme in Wildberg auf, gerade aus dem
Gefängnis entlassen. Christian fleht ihn nahezu
an, ihn in Ruhe zu lassen. Doch Momme trifft auf
Viktor - zwei Gauner, wie sie nicht besser zusammen
passen könnten. Viktor erzählt ihm vom
Schloss, gemeinsam wollen sie dort einbrechen und
Christian soll ihnen dabei helfen.
Doch während Christian noch mit sich ringt,
wie er den Einbruch verhindern kann, steigen die
beiden ins Schloss ein. Christian kommt zu spät,
aber leider noch rechtzeitig genug, um vom "Schlossherrn"
gestellt und der Polizei übergeben zu werden.
Die anderen beiden können angeblich unerkannt
fliehen, Christian wird verhaftet. Nur seine Freundin
Marianne glaubt an seine Unschuld und kämpft
für ihn. Till Beckmann aber belastet Christian
mit seiner bewussten Falschaussage schwer, denn
er will, dass er verschwindet. So hat Christian
letztlich keine Chance.
Der österreichische Regisseur Franz Antel (1913-2007),
lange Jahre der Spezialist für Unterhaltungs-
und Heimatfilme, inszenierte seinen Film, der auch
unter dem Titel "Sie nannten ihn Krambambuli"
bekannt ist, frei nach der Novelle "Krambambuli"
von Marie Ebner-Eschenbach. Für sein berührendes
Melodram besetzte er die jungendlichen Hauptrollen
mit Michael Schanze, Fritz Wepper und Christian
Wolff, die damals am Beginn ihrer Karriere standen,
und die "älteren" Herren u.a. mit
Heinz Reincke, Paul Hörbiger und Rudolf Prack.
|