Hotel International

Spielfilm aus Großbritannien von 1963
Regie Anthony Asquith
Drehbuch Terence Rattigan
Musik Miklos Rozsa
Kamera Jack Hildyard
Darsteller Frances Andros - Elizabeth Taylor
Paul Andros - Richard Burton
Max Buda - Orson Welles
Les Mangam - Rod Taylor
Herzogin von Brighton - Margaret Rutherford
Gloria Gritti - Elsa Martinelli
Marc Champselle - Louis Jourdan
Miss Mead - Maggie Smith
Miriam Marshall - Linda Christian
Sanders - Richard Wattis
u. a.

Filmproduzent Max Buda und sein Star Gloria Gritti gehören zu den prominenten Fluggästen, die Empfangschef Sanders im Londoner Flughafen hofiert. In der V.I.P.-Lounge treffen sie mit Frances Andros zusammen, die ihr Mann, der Großindustrielle Paul Andros, in seinem Privathubschrauber zum Flughafen gebracht hat. Dorthin kommt auch die aufgeregte alte Dame, die noch nie geflogen ist. Immerhin handelt es sich um die Herzogin von Brighton. Ihre finanziellen Verhältnisse lassen sehr zu wünschen übrig, darum hat sie sich entschlossen, in einem Hotel in Florida einen Posten zu übernehmen.

Auch Mr. Mangam, ein Selfmade-Man aus Australien, drängt sich mit seiner Sekretärin Miss Mead in die Prominenten-Lounge. Er will zu wichtigen geschäftlichen Verhandlungen nach New York. Als starker Nebel den Start der Maschine an diesem Abend unmöglich macht, geraten fast alle Fluggäste aus der V.I.P.-Lounge in fatale Schwierigkeiten. Die schöne Frances Andros sieht sich von ihrem Mann bedrängt, der entdeckt hat, dass seine Frau ihn mit dem jungen Playboy Marc Champselle verlassen will. Produzent Buda droht aus steuerlichen Gründen der Ruin, wenn er England nicht bis Mitternacht verlassen hat; Mangam muss damit rechnen, wegen eines ungedeckten Schecks vor Gericht zu kommen. Im Hotel International, wo die Fluggesellschaft ihre prominenten Gäste untergebracht hat, entscheidet sich in dramatischen nächtlichen Stunden ihr Schicksal ...

Ein melodramatischer Reigen um Liebe, Geld und Eifersucht, der von einem internationalen Staraufgebot angeführt wird. Neben Elizabeth Taylor, Orson Welles, Margaret Rutherford und Rod Taylor ist Richard Burton mit von der Partie. Er wurde berühmt als begnadeter Shakespeare-Darsteller, "Lieblingsdarsteller der 'zornigen jungen Männer'" und "streitbarer Star der Regenbogenpresse" (Cinema-Starlexikon). Das zwölfte von 13 Kindern einer armen walisischen Bergarbeiterfamilie verdankte seine frühe Förderung einem Lehrer, dessen Namen "Burton" er später annahm. Mit 18 Jahren hatte er sein Theaterdebüt in Liverpool und 1949 drehte er seinen ersten Film.

In den 50er Jahren wurde er auf der Bühne vor allem mit einer Serie von Shakespeare-Rollen berühmt, im Kino eroberte er sich sein Publikum mit Filmen wie "Alexander der Große" (1956) und "Blick zurück im Zorn" (1959). Mit der Rolle des Marc Anton in "Cleopatra" (1962) an der Seite von Elizabeth Taylor, mit der er eine stürmische Affäre hatte, wurde er zum "bewunderten Star und regelmäßigen Helden der Schlagzeilen" (Cinema-Starlexikon).

Zwölf Jahre hielt dieser Publicity-Rummel an. In dieser Zeit entstanden "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" (1966) und "Der Widerspenstigen Zähmung". Ende der 60er Jahre war Burton der höchstbezahlte Star der Welt. Sieben Oscar-Nominierungen erhielt er, gewonnen hat er keinen. Er starb 1984 mit 59 Jahren.
   

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