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Das Spiel war sein Fluch
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Französisch-italienischer
Spielfilm von 1958
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| Regie |
Claude
Autant-Lara |
| Drehbuch |
Jean
Aurenche, Francois Boyer und Pierre Bost nach dem Roman
"Der Spieler" von Fjodor Dostojewski |
| Musik |
René
Cloërec |
| Kamera |
Jacques
Natteau |
| Darsteller |
Alexej
Iwanowitsch - Gérard Philipe
Polina Alexandrowna - Liselotte Pulver
General Sagorianski - Bernard Blier
Tante Antonida Wassiljewna - Francoise Rosay
Marquis de Grieux - Jean Danet
Potapytsch - Julien Carette
Direktor des Casinos - Jean-Max
Blanche de Cominges - Nadine Alari
Mister Astley - Sacha Pitoëff
Madame de Cominges - Suzanne Dantes
u. a. |
Alexej Iwanowitsch ist Hauslehrer beim General Sagorianski,
der mit seinen beiden kleinen Söhnen und seiner
Stieftochter Polina in Baden-Baden weilt. Sehnsüchtig
warten sie auf die Nachricht vom Tod der Moskauer
Tante Antonida Wassiljewna, ihre Erbschaft würde
alle finanziellen Probleme lösen und vor allem
Mademoiselle Blanche bewegen, den General zu heiraten
und auch "Marquis" de Grieux hätte
dann gegen eine Hochzeit mit Polina nichts einzuwenden.
Doch als Alexej, der Polina liebt, nach Baden-Baden
kommt, kann er die "gute" Nachricht vom
Tod der Tante nicht verkünden. Stattdessen
muss er mit ansehen, wie Polina dem "Marquis"
verfallen ist, der seinerseits ein Verhältnis
mit Blanche hat.
Wenig später trifft Tante Antonida putzmunter
in Baden-Baden ein. Auf der Suche nach dem General
landet sie im Spielcasino und schließlich
am Roulettetisch. Sie gewinnt am Anfang und verfällt
dem Spiel. Dann verliert sie, verkauft ihre Wertpapiere,
schließlich setzt sie das letzte Geld aus
der Reisekasse. Der General klappt mit einer Herzattacke
zusammen, Blanche hat einen neuen Verehrer und de
Grieux bereitet sich auf seine Abreise vor. Da versucht
Alexej sein Glück. Mit dem Mut der Verzweiflung
setzt er den letzten Louisdor - und gewinnt. Seine
Glückssträhne reißt nicht ab, schon
hat er 20.000 Louisdor gewonnen, der Tisch wird
geschlossen, am nächsten Tag spielt er weiter.
Fast scheint auch er dem Spielrausch verfallen zu
sein - da erinnert er sich an Polina. Mit Taschen
voller Geld eilt er zu ihr ins Hotel ...
"Das Spiel war sein Fluch" ist eine von
mehreren Verfilmungen des berühmten Romans
"Der Spieler" (1867) von Fjodor Dostojewski.
Sie entstand 1958 mit dem wunderbaren Gérard
Philipe in der Hauptrolle. Anlässlich seines
50. Todestages am 25. November will das MDR FERNSEHEN
an den Schauspieler erinnern, der als "romantischer
Held und Herzensbrecher ... bis zu seinem frühen
Tod mit 36 Jahren über ein Jahrzehnt einer
der unvermindert beliebten französischen Filmstars"
(kino.de) war. Als Jurastudent wurde Gérard
Philipe von Marc Allégret fürs Kino
entdeckt. Danach nahm er Schauspielunterricht und
zog mit einer Wanderbühne durchs Land. Nach
dem Krieg wurde er am Théatre National Populaire
schnell berühmt, als Fürst Myschkin in
Georges Lampins Dostojewski-Verfilmung "Der
Idiot" (1945) feierte er seinen ersten großen
Filmerfolg. Es zeigte sich, dass er mehr hatte als
ein schönes Gesicht, er erwies sich schnell
als Charakterdarsteller von Format, der so unterschiedliche
Rollen wie den gelangweilten Grafen in Max Ophüls
"Reigen" (1950), den Flüchtling in
dem Film noir "Ein hübscher kleiner Strand"
(1948) oder den Hauslehrer in "Rot und Schwarz"
(1954) gleichermaßen überzeugend spielte.
Als
tolldreister "Fanfan, der Husar" (1951),
in die schöne Gina Lollobrigida verliebt,
setzte er mit seinem Charme und seinem Erfolg
Maßstäbe, an denen sich später
Stars wie Jean Marais und Jean-Paul Belmondo in
entsprechenden Rollen messen lassen mussten. In
kürzester Zeit wurde er zum beliebtesten
Schauspieler des französischen Kinos der
Nachkriegszeit. Seine Filmografie umfasst beinahe
jedes Genre - ob psychologisches Drama oder Historienfilm,
Abenteuerspektakel oder Literaturverfilmung. 1956
inszenierte er (unterstützt von Joris Ivens)
"Die Abenteuer des Till Ulenspiegel"
(wo er natürlich auch die Hauptrolle übernahm),
eine Co-Produktion Frankreichs mit der DDR. 1959
starb er an Krebs, seinem Wunsch entsprechend
wurde er im Kostüm des "El Cid"
begraben.
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