Der Mörder

Deutsch-italienisch-französischer Kriminalfilm von 1962
Regie Claude Autant-Lara
Drehbuch Jean Aurenche und Pierre Bost, nach dem Roman "The Blunderer" von Patricia Highsmith
Musik René Cloërec
Kamera Jacques Natteau
Darsteller Melchior Kimmel - Gert Fröbe
Ellie - Marina Vlady
Corby - Robert Hossein
Tony - Harry Meyen
Walter Saccard - Maurice Ronet
Laura Saccard - Yvonne Furneaux
Hélène Kimmel - Paulette Dubost
Polizeikommissar - Jacques Monod
Dienstmädchen - Clara Gansard
u. a.

Obwohl erst vier Jahre verheiratet, führen Walter und Laura Saccard keine glückliche Ehe. Sie quält ihn so mit ihren Launen und Gehässigkeiten, dass er entschlossen ist, sich von ihr zu trennen. Aber sie will von einer Scheidung nichts wissen. Als Walter vom Fall des Buchhändlers Kimmel, dessen Frau an einer Raststätte ermordet wurde und dem man aufgrund eines Alibis den Mord nicht nachweisen kann, hört, besucht er ihn, irgendwie fasziniert von der Geschichte. Auch er spielt in Gedanken damit, seine Frau umzubringen. Das wird ihm zum Verhängnis - denn nachdem er seiner Frau gesteht, dass er sie betrogen hat und nach wie vor an der Scheidung festhält, nimmt sie sich an einer Raststätte das Leben.

Parallelen zum Fall Kimmel also, die auch Inspektor Corby auffallen, zumal Walter Kimmel nach dem Selbstmord seiner Frau aufsucht. Walter und der Inspektor sind überzeugt, dass Kimmel der Mörder seiner Frau ist, der wiederum belastet Walter des Mordes mit einem angeblichen Geständnis. Inspektor Corby ist die Feindschaft der beiden Männer nur recht, er hetzt sie noch zusätzlich gegeneinander auf. Nur - der wirkliche Mörder hat viel zu verlieren, und er schreckt vor einem weiteren Mord nicht zurück ...

Eine spannende Mischung aus Krimi und psychologischer Studie, die nach dem Roman "Der Stümper" ("The Blunderer") von Patricia Highsmith entstand und mit Gert Fröbe, Marina Vlady, Robert Hossein und Maurice Ronet vorzüglich besetzt ist. Gert Fröbe spielt den Buchhändler, einen abgefeimten Schurken, der auch vor einem Doppelmord nicht zurückschreckt. Das Fach des Bösen gehörte ebenso zu seinem Oeuvre wie Rollen als skurriler Komiker oder schwergewichtiger Charakterdarsteller.

Der aus Planitz in Sachsen stammende Sohn eines Kaufmanns, der als Bühnenmaler im Staatstheater Dresden begann und von Erich Ponto entdeckt wurde, spielte in mehr als 100 Filmen - erinnert sei nur an "Es geschah am helllichten Tag" (1958), "Das Mädchen Rosemarie" (1958) und "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" (1964) - und er war einer der meistbeschäftigten deutschen Darsteller des internationalen Films. Er starb 1988 im Alter von 75 Jahren.
   

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