Der Graf von Monte Christo

Französisch-italienischer Spielfilm von 1961
Regie Claude Autant-Lara
Drehbuch Jean Halain, nach dem Roman von Alexandre Dumas d.Ä.
Musik René Cloërec
Kamera Jacques Natteau
Darsteller Edmond Dantès - Louis Jourdan
Mercédès - Yvonne Furneaux
Caderousse - Pierre Mondy
Mario - Franco Silva
Henri de Villefort - Bernard Dhéran
Haydée - Claudine Coster
Fernand de Morcerf - Jean-Claude Michel
Albert de Morcerf - Yves Rénier
Madame Caderousse - Marie Mergey
Vidocq - Jean Martinelli
u. a.

Der junge Maat Edmond Dantès ahnt nicht, was ihm bevorsteht, als er das französische Handelsschiff "Pharao" im Jahre 1814 sicher in seinen Heimathafen Marseille zurückbringt, nachdem der Kapitän zuvor als Anhänger Napoleons in Elba von Bord gegangen war. Ausgerechnet am Tage seiner Verlobung mit der schönen Mercédès wird er verhaftet, später als angeblicher bonapartistischer Verschwörer verurteilt und in das Insel-Gefängnis Chateau d'If gebracht. Dantès ist damit Opfer einer Intrige von drei Männern geworden: Sein falscher Freund Caderousse hat sich mit dem ehrgeizigen Richter Villefort, der etwas zu verbergen hat, und dem jungen Offizier Fernand de Morcerf zusammengetan. Morcerf begehrt Mercédès für sich. Die unglückliche junge Frau heiratet Morcerf, als seine Feinde fälschlich verbreiten, dass Dantès bei einem Fluchtversuch ums Leben gekommen sei. In Wirklichkeit wird er 17 Jahre in einem einsamen Verlies im Chateau d'If gefangen gehalten, bis ihm nach dem Tod seines Zellennachbarn die Flucht aus dem Kerker gelingt. Mario, ein armer Fischer, zieht Dantès aus dem Meer. Gemeinsam bergen sie einige Zeit später einen kostbaren Schatz, dessen Versteck der Zellennachbar Dantès verraten hatte, bevor er starb. Der ehemalige Häftling ist jetzt so reich, dass er sich einen Titel kaufen und ein hochherrschaftliches Leben führen kann. Vor allem aber will er sich an den Männern rächen, die ihm so viele Jahre seines Lebens gestohlen haben und die Frau, die er liebt. Als Graf von Monte Christo tritt er ihnen in Paris, wo sie Karriere gemacht haben, zunächst unerkannt entgegen.

Autant-Laras Leinwand-Version des unverwüstlichen Dumas-Stoffes dürfte die 15. Filmfassung des "Grafen von Monte Christo" sein. Der französische Regisseur, der sich vor allem in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg einen Namen machte, frischte den historischen Abenteuerstoff durch Anspielungen auf die damalige gaullistische Gegenwart auf.
   

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