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Paris. In einer verschneiten Winternacht lädt
der Gourmetkoch Hippolyte Freunde und Stammgäste
seines Feinschmeckerlokals "Au Petit Marguery"
zu einem letzten Essen ein, bevor er es nach dreißig
Jahren schließen muss. Nur seine resolute
Frau Joséphine weiß, dass er durch
einen Tumor seinen Geruchssinn verliert. Während
er noch einmal leidenschaftlich das Kommando in
der Küche übernimmt, löst die Abschiedsstimmung
bei den Gästen heftige Gefühle aus. Hippolytes
schüchterner Sohn Barnabé kam nur zögernd.
Er scheut Gefühle und möchte zum Kummer
des Vaters lieber Literat werden. Seine Frau Maria
freut sich indes auf ein Wiedersehen mit ihren Freunden
und filmt mit einer Videokamera das Geschehen. Barnabés
Jugendfreunde haben sich wenig verändert. Gemischte
Gefühle an diesem Abend hat vor allem Barnabés
ältester Freund Julien, der in den Räumen
des Lokals künftig eine Bankfiliale leiten
soll. Ganz unbekümmert hingegen genießt
der redselige Perle das Fest. Er ist mit seinen
Anekdoten zum Gedächtnis des Quartiers geworden.
Als der Abend zu Ende geht, verspürt Hippolyte
Melancholie und Glück zugleich: Beweis für
ein erfülltes Leben.
Laurent Bénégui adaptierte seinen
semi-autobiografischen Roman "Au Petit Marguery"
über das gleichnamige Gourmet-Lokal seines
Vaters. Dieser war am Set auch für das Kochen
der Menüs im Film zuständig. Bénégui
gelingt eine charmante und sensible Nähe zu
seinen Figuren und dem geselligen Essen als eine
französische Lebenskunst. Das hervorragende
Ensemble erhielt beim Festival des europäischen
Films in La Baule 1995 kollektiv den Preis für
die beste Darstellung.
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