Hippolytes Fest

Französischer Spielfilm von 1995
Regie Laurent Bénégui
Drehbuch Laurent Bénégui, Michel Field und Olivier Daniel nach dem Roman "Au Petit Marguery" von Laurent Bénégui
Musik Angélique Nachon und Jean-Claude Nachon
Kamera Luc Pagès
Darsteller Josephine - Stéphane Audran
Hippolyte - Michel Aumont
Daniel - Alain Beigel
Anne-Françoise - Marie Bunel
Danièle - Laurence Côte
Tatave - Antoine Cousin
Lydie - Marie-Laure Dougnac
Bimtou - Mimi Félixine
Barnabé - Jacques Gamblin
Maria - Agnès Obadia
u. a.

Paris. In einer verschneiten Winternacht lädt der Gourmetkoch Hippolyte Freunde und Stammgäste seines Feinschmeckerlokals "Au Petit Marguery" zu einem letzten Essen ein, bevor er es nach dreißig Jahren schließen muss. Nur seine resolute Frau Joséphine weiß, dass er durch einen Tumor seinen Geruchssinn verliert. Während er noch einmal leidenschaftlich das Kommando in der Küche übernimmt, löst die Abschiedsstimmung bei den Gästen heftige Gefühle aus. Hippolytes schüchterner Sohn Barnabé kam nur zögernd. Er scheut Gefühle und möchte zum Kummer des Vaters lieber Literat werden. Seine Frau Maria freut sich indes auf ein Wiedersehen mit ihren Freunden und filmt mit einer Videokamera das Geschehen. Barnabés Jugendfreunde haben sich wenig verändert. Gemischte Gefühle an diesem Abend hat vor allem Barnabés ältester Freund Julien, der in den Räumen des Lokals künftig eine Bankfiliale leiten soll. Ganz unbekümmert hingegen genießt der redselige Perle das Fest. Er ist mit seinen Anekdoten zum Gedächtnis des Quartiers geworden. Als der Abend zu Ende geht, verspürt Hippolyte Melancholie und Glück zugleich: Beweis für ein erfülltes Leben.

Laurent Bénégui adaptierte seinen semi-autobiografischen Roman "Au Petit Marguery" über das gleichnamige Gourmet-Lokal seines Vaters. Dieser war am Set auch für das Kochen der Menüs im Film zuständig. Bénégui gelingt eine charmante und sensible Nähe zu seinen Figuren und dem geselligen Essen als eine französische Lebenskunst. Das hervorragende Ensemble erhielt beim Festival des europäischen Films in La Baule 1995 kollektiv den Preis für die beste Darstellung.
   

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