Teil
1 "Das Erbteil"
Vor dem Perlebacher Anwesen der Familie Lindstedt
steht eines Tages unerwarteter Besuch. Die resolute
Tante Hede, ledige Schwester von Großvater
Lindstedt, erhält Jahr für Jahr vom Finanzamt
Steuerforderungen für ein Stück Land,
das sie zwar geerbt, aber nie genutzt hat. Dieses
Problem will die Tante jetzt aus der Welt schaffen.
Allerdings erweist es sich, dass der Verkauf nicht
mehr möglich ist, weil Otto Lindstedt den Acker
inzwischen in die Genossenschaft eingebracht hat.
Also verkündet Tante Hede der vom Donner gerührten
Familie, dass sie ihr Land künftig selbst bewirtschaften
werden. Schon bald tummeln sich ihre Schweine und
Hühner im Gemüsegarten, und die Garage
wird wie in alten Zeiten wieder zum Stall für
Kuh und Pferd. Vorerst müssen die Lindstedts
dem Treiben hilflos zusehen, denn die Tante nimmt
ihr "Erbwohnrecht" in Anspruch.
Teil
2 "Die Macht der Gewohnheit"
Otto Lindstedt ist Chef im Kuhstall von Perlebach
und hat sein Leben dem Biorhythmus der Rindviecher
angepasst. Mitten in der Nacht werden sie das
erste Mal gemolken, am Nachmittag folgt die zweite
Schicht. Aber während sich Otto dazwischen
aufs Ohr legen kann, erwarten seine Melkerinnen
die Pflichten im Haushalt. Kein Wunder also, dass
sich unter den Frauen allmählich Widerstand
gegen die traditionelle Arbeitszeitteilung regt.
Aber Otto bleibt unerbittlich - bis ihm der Arzt
eines Tages eine Kur verschreibt.
Dort im Sanatorium stören Ottos Schlafgewohnheiten
den normalen Kurbetrieb. Brav unterwirft sich
Otto den ärztlichen Anweisungen, die ihn
von seinem vermeintlichen Leiden kurieren sollen.
Der Erfolg bleibt nicht aus. Wieder daheim, durchzecht
Otto zum ersten Mal in seinem Leben eine Nacht
in einer Bar und kommt am anderen Morgen prompt
zu spät zur Arbeit.
Teil
3 "Der Tauschacker"
Die alte Rivalität zwischen Perlebach und
dem Nachbarort Altenborn flammt wieder auf. Schuld
daran ist Hannes Lindstedt, der in der Dunkelheit
versehentlich einen Altenborner Acker mit Pfefferminze
untergepflügt hat. Mit dieser Kultur erzielen
die Altenborner auf dem Land, das als zu feucht
für den Getreideanbau gilt, einen einträglichen
Verdienst. Kurz darauf verschwinden aus dem gemeinsamen
Getreidespeicher beider Orte mehrere Säcke
mit Saatgut.
Wieder schlagen die Wellen der Empörung hoch.
Otto Lindstedt entlarvt schließlich Ede,
den Altenborner Freund seines Sohnes Hannes, als
Dieb. Zu spät erfährt er, dass die jungen
Männer nur eine kühne Idee von ihm umgesetzt
und auf dem gepflügten Feuchtacker noch während
der Frostperiode Getreide ausgesät haben.
Um das Experiment nicht zu gefährden, muss
Ede noch einige Wochen zu den Vorwürfen schweigen.
Teil
4 "Der Umzug"
Die Perlebacher Schweine sollen aus ihrem baufälligen
Stall in das hochmoderne, vollmechanisierte Domizil
der Altenborner Borstenviecher umsiedeln. Da gibt
es nur ein Problem: Anna Lindstedt, die für
die Schweine verantwortlich ist und bei dem Beschluss
nicht gefragt wurde. Mit allen Mitteln sträubt
sich Anna gegen den geplanten Umzug in die unpersönliche
Großanlage, wo sie überdies nicht mehr
alleinige Chefin wäre, sondern unter der
jungen Gisela Heuer arbeiten müsste.
Während Otto versucht, seine Frau mit behutsamer
Diplomatie umzustimmen, geht Anna energisch daran,
ihrerseits vollendete Tatsachen zu schaffen. Hinter
dem Rücken des Genossenschaftsverbands lässt
sie den Perlebacher Stall gründlich überholen.
Dem Vorstand reißt der Geduldsfaden. Unterdessen
verliebt sich Hannes ausgerechnet in Gisela, die
Konkurrentin seiner Mutter.
Teil
5 "Die erste Geige"
Die Lindstedt bekommen einen Feriengast, einen
berühmten Dirigenten, der sich eingedenk
"akustischer Umweltverschmutzung" nichts
sehnlicher wünscht, als einige Wochen absoluter
Ruhe. Um so härter trifft ihn die Tatsache,
dass Otto Lindstedt, inspiriert durch die Anwesenheit
des Meisters, seine alte Geige entstaubt und nach
langer Zeit wieder mit dem Üben beginnt.
Sogar ein ganzes Orchester wollen die Perlebacher
jetzt auf die Beine stellen. Ohne sachkundige
Führung kommen bei den Proben aber nur ziemlich
grässliche Klanggebilde heraus. Außerdem
fehlt den musikbegeisterten Laien ein wirklich
guter Geigenspieler. Mit Freuden würde Otto
seinen Platz an einen eigenbrötlerischen
Bauern abtreten, der vom ganzen Dorf wegen seines
Talents nur Paganini genannt wird. Aber Paganini
hat geschworen, nie wieder eine Geige anzurühren.
Er will mit der Sache nichts zu tun haben.
Teil
6 "Die Sorgenkinder"
Großvater Lindstedt gerät unter Betrugsverdacht.
Statt reinen Bienenhonigs soll er Zuckersirup
verkauft haben. Bis zur Klärung der Sache
sucht sich der tatendurstige alte Herr eine andere
Beschäftigung, die ihm ebenfalls mehr Scherereien
als Dank einbringt. Er drückt neben seiner
aufgeweckten und lebhaften Enkelin Pitti die Schulbank,
um zu verhindern, dass diese den Unterricht ständig
stört. Natürlich schafft seine ungebetene
Anwesenheit erst recht Unruhe in der Klasse. Obendrein
erzählt er den Kindern auch noch Geschichten,
die sich bei der Gründung der jetzt so gepriesenen
Genossenschaft im Dorf zugetragen haben und die
inzwischen keiner mehr wahrhaben möchte.
Aber Großvater Lindstedt besitzt noch alte
Sitzungsprotokolle, in denen alles schwarz auf
weiß festgehalten ist. Die kramt er nun
zum Entsetzen seiner Familie wieder hervor.
Teil
7 "Die Bauernhochzeit"
Mit
gemischten Gefühlen nimmt Anna Lindstedt die
im Grunde freudige Neuigkeit auf: Ihr Sohn Hannes
heiratet. Schon in drei Wochen soll die Trauung
mit Gisela Heuer stattfinden. Für die Ausrichtung
einer standesgemäßen Feier ist das eine
viel zu kurze Zeit. Trotzdem ignoriert Anna die
Proteste der Brautleute und stürzt sich mit
Feuereifer in die Vorbereitungen. Je näher
der große Tag kommt, um so unwohler fühlen
sich Hannes und Gisela bei der Sache. Sie wollen
nämlich sofort nach dem Standesamt zur Hochzeitsreise
aufbrechen. Otto Lindstedt versucht ohne sichtlichen
Erfolg, mit einem Kompromissvorschlag zwischen seiner
Frau und den Kindern zu vermitteln. Anna ist währenddessen
damit beschäftigt, unter den verärgerten
Dorfbewohnern ein Missverständnis zu klären.
Offensichtlich hat ein großer Teil der schriftlichen
Einladungen die Empfänger nicht erreicht.