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Der Arzt Murath Tehrani bezieht mit seiner jungen
Frau Claudia ein Haus am Stadtrand von Leipzig.
Während er als Anästhesist auf einem Rettungswagen
und im Krankenhaus ständig im Einsatz ist,
hat Claudia als Dolmetscherin wenig Chancen in ihrem
Beruf. Das neue Zuhause und die freudige Erwartung
auf ein Baby trösten sie jedoch darüber
hinweg.
Die gläserne Veranda des Hauses macht anfänglich
alles hell und freundlich, schützt aber auch
nicht vor fremden Blicken. Bald glaubt sich Claudia
beobachtet, verfolgt, kontrolliert: anonyme Anrufe
und Briefe, die Blicke der Nachbarn, unangemeldete
Besucher, Personen, die auftauchen und verschwinden,
Jugendliche, die ums Haus schleichen. Claudia fühlt
sich massivem Druck ausgesetzt, kann Absicht und
Zufall nicht mehr trennen. Dabei weiß sie,
die Bedrohung ist real, denn ihr Mann ist Ausländer!
Während die Stimmen und Schriften anonym und
versteckt bleiben, sind die Botschaften unverschlüsselt
und direkt: "Zieht freiwillig aus, sonst ...!
Es wird wie ein Unfall aussehen!" Nicht nur
gläserne Wände, auch Vertrauen ist zerbrechlich.
Murath, der junge iranische Arzt, erfährt fast
zu spät von der Bedrohung.
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