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Während eines Balls auf Schloss Bodenwerder
an der Wesel verliebt sich die junge Sophie von
Riedesel in den letzten Baron von Münchhausen,
der seinem berühmten Vorfahren verblüffend
ähnlich sieht. Er erzählt ihr seine phantastische
Geschichte: Im 18. Jahrhundert folgt Baron Münchhausen
mit seinem treuen Diener Kuchenreutter dem Ruf des
Prinzen von Braunschweig und geht nach Russland.
Unterwegs begegnet er dem dämonischen Grafen
Cagliostro, der ihm die ewige Jugend schenkt.
Am Hof in Petersburg wird er bald der Favorit der
schönen und generösen Zarin Katharina
II. Doch er verlässt die Stätte zärtlicher
Liebesschwüre, um gegen die Türken zu
kämpfen. Von einer Kanonenkugel durch die Lüfte
getragen, gerät er hinter die Mauern der feindlichen
Festung. Sultan Abd-ul-Hamid findet Gefallen an
ihm und schließt den vom Himmel gefallenen
in sein großes Herz. Doch Münchhausen
lohnt es ihm schlecht.
Er entführt die Lieblingsdame des Sultans aus
dem Harem und verbringt mit der schönen Isabella
d'Este glückliche Tage in Venedig, wo er auch
den berühmten Frauenhelden Casanova kennen
lernt. Doch das Glück ist nicht von Dauer.
Durch eine Intrige verliert Münchhausen seine
Isabella und muss fliehen. Er tut es in einem Ballon,
der ihn auf den Mond trägt, wo eine Stunde
wie ein Jahr zählt. Der brave Kuchenreutter
altert und stirbt, Münchhausen aber genießt
die Freuden der Weisheit des Alters.
Ein phantastischer Abenteuerfilm, der ausgerechnet
im unheilvollen Kriegsjahr 1943 anlässlich
des 25-jährigen UFA-Jubiläums in bislang
nicht gekannter Buntheit und tricktechnischer Raffinesse
produziert wurde. Erich Kästner, für Ironie
und pointierte Einfälle bekannt, wurde als
Drehbuchautor gewonnen, nachdem das Schreibverbot
gegen ihn außer Kraft gesetzt wurde, jedoch
mit der Auflage, unter Pseudonym, Berthold Bürger,
zu schreiben. Von Bakys Inszenierung kam dem Wunsch
nach Unterhaltung durch prachtvolle Ausstattung
nach.
Es war eine Paraderolle für Hans Albers, den
idealen Interpreten der Titelfigur. Aber auch zahlreiche
Stars der damaligen Zeit wie Wilhelm Bendow, Ilse
Werner oder Leo Slezak wirkten in kleineren Parts
des aktionsreichen Films mit. Filmgeschichtliche
Bedeutung erlangte "Münchhausen"
vor allem durch die verblüffenden Spiegeltrickeffekte,
die Konstantin Irmen-Tschet mit einer Spezialkamera
eigens für die Realisierung der herrlichen
Bilder dieser phantastischen Geschichten ausgetüftelt
hatte.
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