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New York, eine Nacht wie viele andere: Die erfolgreiche
Comiczeichnerin Lisa Roberts wird Opfer einer Vergewaltigung
durch zwei Männer. Bei ihrer Aussage auf der
Polizeistation ahnt sie noch nicht, dass ihre beiden
Peiniger straffrei davon kommen werden. Nach dem
entwürdigenden - und verlorenen - Vergewaltigungsprozess
flieht sie aus New York in eine Kleinstadt im Südwesten
der Vereinigten Staaten. Hier findet sie zunächst
Ruhe und lernt nach kurzer Zeit den jungenhaften
Randall Atkins kennen, der ihre Comic-Kunst bewundert.
Doch gleich während des ersten Abends bei ihr
zu Hause wird Randall zudringlich. Lisa schlägt
ihn bewusstlos und ruft die Polizei. Der sympathische
Deputy Sheriff Steve Smith kümmert sich rührend
um die aufgelöste Lisa und informiert sie,
dass Randall ein mehrfach vorbestrafter Sexualstraftäter
ist.
Lisa verliebt sich nach anfänglichem Zögern
in ihren neuen selbsternannten Beschützer und
gewinnt langsam den Glauben an die Männerwelt
zurück. Doch eines Tages steht der auf Kaution
entlassene Randall wieder vor ihr und behauptet,
Steve sei ein Psychopath, der sie umbringen will.
Lisa weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann
und versucht, aus der kleinen Wüstenstadt zu
fliehen. Doch dafür ist es zu spät: Wenn
sie den nächsten Tag noch erleben möchte,
muss sie handeln. Und zwar ganz allein auf sich
gestellt ...
Eine Frau wehrt sich: In der Welt der heutigen Action-Heroinen
à la "Lara Croft" und "Buffy"
wird diese Thematik fast ausschließlich in
B-Filmen verarbeitet. Mit der Realität hat
das meistens wenig zu tun. "Blue Heat - Hilf
dir selbst oder stirb" ist einer der wenigen
ernsthaften und gleichzeitig gelungenen Versuche,
das Thema Macht und Gewalt zwischen den Geschlechtern
aufzuarbeiten. Geschickt wird immer wieder Lisas
Schöpfung, die Comic-Heldin Iron Girl, ins
Spiel gebracht, um die große Kluft zwischen
Fantasie und Realität im Geschlechterkampf
zu verdeutlichen. Die unspektakuläre, aber
eindringliche Regie von Newcomer Bradley Battersby
wird durch das authentische Spiel der Hauptdarsteller
Courteney Cox ("Friends", "Scream"),
Craig Sheffer ("Aus der Mitte entspringt ein
Fluss") und D. B. Sweeney ("Memphis Belle",
"Der steinerne Garten") kongenial unterstützt.
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