Arsène Lupin, der Millionendieb

Französisch-italienischer Spielfilm von 1957
Regie Jacques Becker
Drehbuch Jacques Becker und Albert Simonin, nach einem Roman von Maurice Leblanc
Musik Jean-Jacques Grunenwald
Kamera Edmond Sechan
Darsteller Arsène Lupin / André Laroche - Robert Lamoureux
Baronesse Mina von Kraft - Liselotte Pulver
Kaiser Wilhelm II. - O. E. Hasse
Inspektor Lucien Dufour - Georges Chamaret
Léontine Chanu - Huguette Hue
Hauptmann Rudolf von Ratz - Paul Muller
Émile Duchamp - Henri Rollan
Mathilde Duchamp - Sandra Milo
Paul Desfontaines - Renaud Mary
Jacques Gauthier - Daniel Ceccaldi
Juwelier Clérissy - Pierre Stéphen
und andere

Auf einem Ball des französischen Ministerpräsidenten hat sich Gentleman-Dieb Arsène Lupin ungeladen unter die noblen Gäste gemischt. Baronesse Mina von Kraft findet den flotten Tänzer sehr sympathisch. Kurz darauf ist der Gastgeber um zwei wertvolle Gemälde ärmer. Den angeblichen Leonardo hat der berühmte Langfinger nicht mitgehen lassen, weil er ihn als Fälschung erkannte. Am Tatort hinterließ er wie üblich seine Visitenkarte.

Auch ein Pariser Juwelier der Extraklasse fällt einige Zeit nach diesem Coup auf den raffinierten Meisterdieb herein. Als Inspektor Dufour Lupin dann endlich zu fassen bekommt, trickst dieser ihn elegant aus. Bald danach wird er überraschend nach Deutschland entführt, wo Kaiser Wilhelm II. über Fräulein von Kraft von seinen Talenten gehört hat.

Der hohe Herr möchte testen, wie sicher ein Versteck auf einem seiner Schlösser ist. Er bietet Arsène Lupin 100.000 Mark Belohnung, wenn er es innerhalb 48 Stunden findet. Für den Meisterdieb ist das nicht weiter schwierig, er lässt Majestät jedoch in dem Glauben, nicht fündig geworden zu sein, und hält sich dafür anders schadlos ?

Eine flotte Komödie, die die Diebereien geistvoll, mit Freude an der Parodie und mit Liebe zum Detail inszeniert und mit mancherlei Klischeevorstellungen über Franzosen und Deutsche amüsant spielt. Die literarische Vorlage des Films ist die Romanfigur Arsène Lupin, von Maurice Leblanc (1864-1941) zunächst in einem Fortsetzungsroman zum Leben erweckt, dann in 20 weiteren Romanen mit seinen Abenteuern beschrieben. Jacques Becker (1906-1960), einer der erfolgreichsten französischen Regisseure der Nachkriegszeit, schuf eine von mehreren Verfilmungen der Geschichten um den eleganten Meisterdieb. Mit Robert Lamoureux, Liselotte Pulver und O. E. Hasse an der Spitze des spielfreudigen Ensembles gelang ihm eine unterhaltsame Version, die mittlerweile zum Filmklassiker avanciert ist.
   

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