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Auf einem Ball des französischen Ministerpräsidenten
hat sich Gentleman-Dieb Arsène Lupin ungeladen
unter die noblen Gäste gemischt. Baronesse
Mina von Kraft findet den flotten Tänzer sehr
sympathisch. Kurz darauf ist der Gastgeber um zwei
wertvolle Gemälde ärmer. Den angeblichen
Leonardo hat der berühmte Langfinger nicht
mitgehen lassen, weil er ihn als Fälschung
erkannte. Am Tatort hinterließ er wie üblich
seine Visitenkarte.
Auch ein Pariser Juwelier der Extraklasse fällt
einige Zeit nach diesem Coup auf den raffinierten
Meisterdieb herein. Als Inspektor Dufour Lupin dann
endlich zu fassen bekommt, trickst dieser ihn elegant
aus. Bald danach wird er überraschend nach
Deutschland entführt, wo Kaiser Wilhelm II.
über Fräulein von Kraft von seinen Talenten
gehört hat.
Der hohe Herr möchte testen, wie sicher ein
Versteck auf einem seiner Schlösser ist. Er
bietet Arsène Lupin 100.000 Mark Belohnung,
wenn er es innerhalb 48 Stunden findet. Für
den Meisterdieb ist das nicht weiter schwierig,
er lässt Majestät jedoch in dem Glauben,
nicht fündig geworden zu sein, und hält
sich dafür anders schadlos ?
Eine flotte Komödie, die die Diebereien geistvoll,
mit Freude an der Parodie und mit Liebe zum Detail
inszeniert und mit mancherlei Klischeevorstellungen
über Franzosen und Deutsche amüsant spielt.
Die literarische Vorlage des Films ist die Romanfigur
Arsène Lupin, von Maurice Leblanc (1864-1941)
zunächst in einem Fortsetzungsroman zum Leben
erweckt, dann in 20 weiteren Romanen mit seinen
Abenteuern beschrieben. Jacques Becker (1906-1960),
einer der erfolgreichsten französischen Regisseure
der Nachkriegszeit, schuf eine von mehreren Verfilmungen
der Geschichten um den eleganten Meisterdieb. Mit
Robert Lamoureux, Liselotte Pulver und O. E. Hasse
an der Spitze des spielfreudigen Ensembles gelang
ihm eine unterhaltsame Version, die mittlerweile
zum Filmklassiker avanciert ist.
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