Mortel Transfert - Tödliches Rätsel

Spielfilm Frankreich/Deutschland 2001
Regie Jean-Jacques Beineix
Drehbuch Jean-Jacques Beineix, nach dem Roman "Mortel transfert" von Jean-Pierre Gattegno
Musik Reinhardt Wagner
Kamera Benoît Delhomme
Darsteller Michel Durand - Jean-Hugues Anglade
Olga Kubler - Hélène de Fougerolles
Erostrate - Miki Manojlovic
Hélène Maier - Valentina Sauca
Armand Zlibovic - Robert Hirsch
Max Kubler - Yves Rénier
Mathematiklehrerin - Catherine Mouchet
Kommissar Chapireau - Denis Podalydès
Jaques Preco - Jean-Pierre Becker
und andere

Michel Durand ist ein charismatischer Psychoanalytiker, auf dessen Couch die Patienten tagtäglich die wildesten Geschichten erzählen. Da passiert es schon mal, dass er während einer therapeutischen Sitzung einnickt - sogar als die attraktive Kleptomanin Olga ihm ihre erotischen Phantasien schildert. Als Michel am Ende der Analysesitzung erwacht, ist Olga tot: Jemand hat sie erwürgt. In der Ungewissheit darüber, ob er selbst vielleicht der Mörder ist, versteckt er die schöne Tote unter seiner Couch. Michel würde nun gerne wieder seiner gewohnten Arbeit nachgehen, doch die Beseitigung der Leiche verwickelt ihn in eine abenteuerliche Geschichte um Liebe, Sex, Gewalt, Geld und Tod.

Die attraktive Kleptomanin Olga Kubler wird des Diebstahls in einem Juweliergeschäft bezichtigt. Der Polizei gegenüber behauptet sie, sie habe zur Tatzeit auf der Couch ihres Analytikers gelegen. Michel Durand, charismatischer Psychoanalytiker in Paris, hat Olga zwar noch nie zuvor gesehen, ist aber sofort fasziniert von der schönen Lügnerin und bestätigt ihr Alibi. Neugierig beginnt Michel mit der rätselhaften Frau nun tatsächlich eine Analyse. Auf der Couch erzählt sie ihm, wie erotisch sie es findet, von ihrem Ehemann Max, einem reichen Immobilienmakler, gewürgt zu werden. Doch je mehr Olga es darauf anlegt, den Analytiker zu verführen, desto stärker wird Michel von Müdigkeit übermannt. Er nickt ein und träumt die erotische Szene mit Olga weiter. Als er am Ende der Analysestunde erwacht, trifft ihn fast der Schlag: Olga ist tot, sie wurde erwürgt. Ist jemand heimlich in die Praxis eingedrungen? Oder hat Michel selbst in einem Blackout Olga ermordet?

Hektisch versteckt er die Leiche unter der Couch, wo sie von den anderen Patienten beinahe entdeckt wird, und bespricht den Fall mit seinem Lehranalytiker Zlibovic - der bei Michels "Beichte" ebenfalls einschläft. Spätestens als Michel Besuch von Olgas Mann Max erhält, der auf der Suche nach den sieben Millionen Francs ist, die seine Frau ihm gestohlen hat, muss er einsehen, dass es in diesem Fall wohl nicht nur wie gewohnt um die Lösung von Konflikten aus dem Unterbewusstsein geht. Bei der Beseitigung der Leiche, die sich als höchst schwierig gestaltet, lernt Michel dann den ominösen Landstreicher Erostrate kennen, einen leidenschaftlichen Pyromanen, der am liebsten 1.000-Franc-Scheine verbrennt - von denen er genügend hat, seit Olga ihm die Millionen ihres Mannes anvertraute. Michel überzeugt ihn davon, dass es klüger ist, das Geld in eine Analyse zu investieren.

Der Franzose Jean-Jacques Beineix schrieb mit "Diva" und "Betty Blue" Filmgeschichte. Mit "Mortel Transfert - Tödliches Rätsel", dem großen Publikumserfolg der Berlinale 2001, inszenierte der Starregisseur einen erotischen Psychothriller mit einer ordentlichen Prise schwarzem Humor. Intelligente und witzige Anspielungen auf die Psychoanalyse machen die Thrillerkomödie zu einem kurzweiligen Filmvergnügen.
   

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