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Der quirlige Lebenskünstler Guido Orefice (Roberto
Benigni) kommt am Vorabend des Zweiten Weltkriegs
zusammen mit seinem Dichterfreund Ferruccio (Sergio
Bustric) in die toskanische Stadt Arrezzo. Er jobbt
zunächst als Kellner in einem Grandhotel, in
dem sein jüdischer Onkel (Giustino Durano)
als Oberkellner arbeitet. Doch Guido träumt
davon, einen kleinen Buchladen zu eröffnen.
Dummerweise benötig er dazu die Unterschrift
des ebenso trägen wie unsympathischen Magistratsbeamten
Rodolfo (Amerigo Fontani), der Mitglied der faschistischen
Partei ist.
Durch eine Serie peinlicher Zusammenstöße
entwickelt Rodolfo sich zum Intimfeind, dem Guido
immer wieder ausweichen muss. Zu allem Überfluss
ist Rodolfo seit Jahr und Tag liiert mit der schönen
Dora (Nicoletta Braschi), in die Guido sich in der
Zwischenzeit leidenschaftlich verliebt hat. Während
der feierlichen Bekanntgabe der Verlobung reitet
Guido auf einem von den Faschisten grün angestrichenen
"jüdischen Pferd" in den Ballsaal
und entführt Dora. Die beiden verbringen eine
wunderbare Zeit, bis die Deutschen fünf Jahre
später in Italien den Ton angeben.
Guido, der Halbjude ist, sein Onkel und sein Sohn
Giosuè (Giorgio Cantarini) werden ins Konzentrationslager
geschickt. Dora ist keine Jüdin, besteht aber
darauf, der Familie ins Lager zu folgen. Guido will
seinen Sohn nicht aus seiner heilen Welt herausreißen
und erfindet spontan ein makaberes "Spiel",
indem er dem Jungen vorgaukelt, die Deportation
im Viehwagon sei Teil einer sorgsam geplanten "Geburtstagsüberraschung".
Das KZ wird so zum Ferienlager, die Häftlinge
zu Mit- und die Aufseher zu Gegenspielern.
Durch das strikte Einhalten von Regeln ginge es
darum, 1.000 Punkte zu sammeln - um als Sieger einen
echten Panzer mit nach Hause zu nehmen. Mit immer
grausameren und grotesken Einfällen gelingt
es dem Vater, die aufkeimende Angst seines Sohnes
zu beschwichtigen. Als er zur Erschießung
abgeführt wird, spielt er seinem Sohn augenzwinkernd
den Hampelmann vor ...
Roberto Benignis viel diskutierter (und prämierter)
Film "Das Leben ist schön" ist eine
gelungene Gratwanderung zwischen Humor und Tragik.
Der provozierende Einsatz von Komik und Slapstick
gegen das Grauen im Konzentrationslager verunsichert.
Denn in diesem gefühlvollen, zutiefst humanen
Werk bleibt dem Zuschauer das "befreiende"
Lachen immer wieder im Halse stecken.
Das Andenken an die Opfer des Holocausts wird in
keinem Augenblick instrumentalisiert, bei aller
Überzeichnung und sarkastischer Zuspitzung
gibt der Regisseur nie vor, das Unfassbare des Holocausts
ernsthaft darstellen zu wollen. Neben Roberto Benignis
("Down by Law", "Ein himmlischer
Teufel") melancholischer Clownerie überzeugt
Horst Buchholz in der Rolle des rätselsüchtigen
KZ-Arztes.
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