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Eine schwedische Stadt, Bischofssitz, zu Beginn
des letzten Jahrhunderts. Die Witwe Helena Ekdahl
(Gunn Wallgren) hat ihre drei Söhne und deren
Familien zur traditionellen Weihnachtsfeier eingeladen.
Carl (Börje Ahlstedt) hat die Deutsche Lydia
(Christina Schollin) geheiratet und ist ein melancholischer
Trinker geworden. Gustav Adolf (Jarl Kulle) ist
ein erfolgreicher und frivoler Geschäftsmann,
der mit Billigung seiner Frau Alma (Mona Malm) das
Kindermädchen Maj (Pernilla Wallgren) schwängert.
Oscar (Allan Edwall) leitet zusammen mit seiner
schönen Frau Emilie (Ewa Fröling) das
Theater der Stadt, das sich schon in der zweiten
Generation im Besitz der Familie befindet. Schon
bald nach dem Fest erleidet Oscar auf der Bühne
einen Herzanfall. Seine Kinder werden ans Sterbebett
gerufen, wo der zehnjährige Alexander (Bertil
Guve) mit Schrecken den Tod des Vaters erlebt, der
ihm später immer wieder als Geist begegnet.
Die Mutter heiratet den fanatisch-strengen Bischof
Edvard Vergerus (Jan Malmsjö) und zieht mit
Alexander und dessen zwei Jahre jüngerer Schwester
Fanny (Pernilla Allwin) ins Haus des Geistlichen,
in dem Düsternis und Askese herrschen. Unter
pädagogischem Vorwand quält der Bischof
die Kinder, und als Emilie erkennt, dass die Ehe
ein Irrtum war, verweigert Edvard ihr die Scheidung.
Mit einer List gelingt es Isak Jacobi (Erland Josephson),
einem jüdischen Freund der Familie Ekdahl,
die Kinder aus dieser Hölle zu befreien. Alexander
begegnet in Isaks Haus dessen Neffen Ismael (Stina
Ekblad), der ihm mit seinen magischen Fähigkeiten
dazu verhilft, seinen gegen Vergerus gerichteten
Todeswunsch zu verwirklichen. Tatsächlich wird
der Bischof in dieser Nacht Opfer eines seltsamen
Unfalls. Emilie kehrt zurück in den Schoß
der Familie Ekdahl, um zusammen mit der Großmutter
Helena das Theater mit einer Aufführung von
Strindbergs "Traumspiel" wieder zu eröffnen.
Mit "Fanny und Alexander" inszeniert Ingmar
Bergman eine episch ausgebreitete Szenenfolge aus
dem Leben einer großbürgerlichen Theaterfamilie
zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Schweden. Aus
der Kinderperspektive stellt der Film die sinnenfrohe
Welt einer Schauspielerfamilie, in der Phantasie,
Magie und ein heiter-vitales Chaos herrschen, der
gefühlskalten, bigotten lebens- und liebesfeindlichen
Welt eines Bischofs gegenüber. Dabei verschmelzen
viele Motive und Stile auf faszinierende und spannende
Weise zu einer filmischen Einheit.
"Fanny und Alexander" wurde 1984 vierfach
mit dem "Oscar" ausgezeichnet, u. a. als
Bester fremdsprachiger Film.
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