Fanny und Alexander

Spielfilm Schweden/Deutschland/Frankreich 1982
Regie Ingmar Bergman
Drehbuch Ingmar Bergman
Musik Daniel Bell
Kamera Sven Nykvist
Länge 181 Min.
Darsteller Alexander Ekdahl - Bertil Guve
Fanny Ekdahl - Pernilla Allwin
Helena Ekdahl - Gunn Wallgren
Emilie Ekdahl - Ewa Fröling
Isak Jacobi - Erland Josephson
Bischof Edvard Vergerus - Jan Malmsjö
Carl Ekdahl - Börje Ahlstedt
Gustav Adolf - Ekdahl Jarl Kulle
Oscar Ekdahl - Allan Edwall
Alma Ekdahl - Mona Malm
Lydia Ekdahl - Christina Schollin
Maj - Pernilla Wallgren
Ismael - Stina Ekblad
und andere

Eine schwedische Stadt, Bischofssitz, zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Die Witwe Helena Ekdahl (Gunn Wallgren) hat ihre drei Söhne und deren Familien zur traditionellen Weihnachtsfeier eingeladen. Carl (Börje Ahlstedt) hat die Deutsche Lydia (Christina Schollin) geheiratet und ist ein melancholischer Trinker geworden. Gustav Adolf (Jarl Kulle) ist ein erfolgreicher und frivoler Geschäftsmann, der mit Billigung seiner Frau Alma (Mona Malm) das Kindermädchen Maj (Pernilla Wallgren) schwängert. Oscar (Allan Edwall) leitet zusammen mit seiner schönen Frau Emilie (Ewa Fröling) das Theater der Stadt, das sich schon in der zweiten Generation im Besitz der Familie befindet. Schon bald nach dem Fest erleidet Oscar auf der Bühne einen Herzanfall. Seine Kinder werden ans Sterbebett gerufen, wo der zehnjährige Alexander (Bertil Guve) mit Schrecken den Tod des Vaters erlebt, der ihm später immer wieder als Geist begegnet. Die Mutter heiratet den fanatisch-strengen Bischof Edvard Vergerus (Jan Malmsjö) und zieht mit Alexander und dessen zwei Jahre jüngerer Schwester Fanny (Pernilla Allwin) ins Haus des Geistlichen, in dem Düsternis und Askese herrschen. Unter pädagogischem Vorwand quält der Bischof die Kinder, und als Emilie erkennt, dass die Ehe ein Irrtum war, verweigert Edvard ihr die Scheidung. Mit einer List gelingt es Isak Jacobi (Erland Josephson), einem jüdischen Freund der Familie Ekdahl, die Kinder aus dieser Hölle zu befreien. Alexander begegnet in Isaks Haus dessen Neffen Ismael (Stina Ekblad), der ihm mit seinen magischen Fähigkeiten dazu verhilft, seinen gegen Vergerus gerichteten Todeswunsch zu verwirklichen. Tatsächlich wird der Bischof in dieser Nacht Opfer eines seltsamen Unfalls. Emilie kehrt zurück in den Schoß der Familie Ekdahl, um zusammen mit der Großmutter Helena das Theater mit einer Aufführung von Strindbergs "Traumspiel" wieder zu eröffnen.

Mit "Fanny und Alexander" inszeniert Ingmar Bergman eine episch ausgebreitete Szenenfolge aus dem Leben einer großbürgerlichen Theaterfamilie zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Schweden. Aus der Kinderperspektive stellt der Film die sinnenfrohe Welt einer Schauspielerfamilie, in der Phantasie, Magie und ein heiter-vitales Chaos herrschen, der gefühlskalten, bigotten lebens- und liebesfeindlichen Welt eines Bischofs gegenüber. Dabei verschmelzen viele Motive und Stile auf faszinierende und spannende Weise zu einer filmischen Einheit.

"Fanny und Alexander" wurde 1984 vierfach mit dem "Oscar" ausgezeichnet, u. a. als Bester fremdsprachiger Film.
   

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