1900

Deutsch-italienisch-französischer Spielfilm von 1975/1976
Regie Bernardo Bertolucci
Drehbuch Franco Arcalli, Giuseppe Bertolucci und Bernardo Bertolucci
Musik Ennio Morricone
Kamera Vittorio Storaro
Darsteller Alfredo Berlinghieri, Enkel - Robert De Niro
Olmo Dalco - Gérard Depardieu
Ada Fiastri Paulhan - Dominique Sanda
Anita Foschi - Stefania Sandrelli
Attila, Verwalter - Donald Sutherland
Alfredo Berlinghieri - Burt Lancaster
Leo Dalco, Olmos Großvater - Sterling Hayden
und andere

1. Gewalt, Macht, Leidenschaft
An einem Sommertag des Jahres 1900 werden auf einem Gut in Norditalien zwei Jungen geboren: Alfredo, der Enkel des patriarchischen Großgrundbesitzers Berlinghieri, und Olmo, der uneheliche Enkel eines Pächters. Als Kinder freunden sie sich miteinander an, aber ihre Zugehörigkeit zu zwei verschiedenen Gesellschaftsklassen bestimmt ihre unterschiedliche Entwicklung. Olmo engagiert sich angesichts des heraufziehenden Faschismus politisch auf Seiten der Linken, Alfredo versucht, sich aus den politischen Auseinandersetzungen herauszuhalten und widmet sich lieber seiner mondänen Freundin Ada.

Bernardo Bertoluccis gut fünfstündiges Historiengemälde, in zwei Teile gegliedert, ist ein Filmklassiker geworden. Mit internationaler Starbesetzung und vielfältigen Stilmitteln zeichnet Bertolucci ein knappes halbes Jahrhundert italienischer Geschichte, verankert in der Darstellung einer spannungsgeladenen Freundschaft.

2. Kampf, Liebe, Hoffnung
Nach dem Sieg der Faschisten in Italien verschärft sich die soziale Kluft zwischen dem jungen Gutsherrn Alfredo Berlinghieri und dem Landarbeiter Olmo Dalco, die als Kinder Freunde waren. Alfredos Gutsverwalter Attila genießt seine Macht als Anführer der örtlichen Schwarzhemden mit sadistischem Vergnügen; im Frühjahr 1945 rechnen siegreiche Partisanen mit ihm und Alfredo ab.

Teil 2 von Bernardo Bertoluccis großem Epos über die Geschichte seiner Heimatregion Emilia-Romagna vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs schildert die Zeit der faschistischen Herrschaft, gespiegelt in den Verbrechen und Erfahrungen der Protagonisten. Am Schluss stehen die Abrechnung und die Befreiungsfeiern von 1945 mit ihren Hoffnungen, die sich nicht erfüllten.

   

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