Karbid und Sauerampfer

Spielfilm aus der DDR von 1963
Regie Frank Beyer
Drehbuch Hans Oliva und Frank Beyer
Musik Joachim Werzlau
Kamera Günter Marczinkowsky
Darsteller Kommissar Witting, Deutscher - Erwin Geschonneck
Wasja, Russe - Ulrich Thein
José, Spanier - Edwin Marian
Willi, Deutscher - Ernst-Georg Schwill
Pierre, Franzose - Armin Mueller-Stahl
Oleg, Pole - Manfred Krug
Dimitri, Bulgare - Günter Naumann
Major Bolanos - Fritz Diez
Karl - Johannes Maus
Jerri - Jochen Diestelmann
Sanchez - Harald Jopt
Jirka - Fritz-Ernst Fechner
u.a.

Um die verschütteten Maschinen einer Dresdner Zigarettenfabrik wieder in Gang bringen zu können, brauchen die Arbeiter Karbid. Karl Blücher, genannt Kalle, ist sozusagen prädestiniert, diese Aufgabe zu erfüllen: erstens, weil sein Schwager in der Karbidfabrik arbeitet, und zweitens, weil Kalle als überzeugter Vegetarier unterwegs keine Ernährungssorgen haben dürfte. Mit sieben Fässern Karbid und ohne Fahrzeug steht er dann vor dem dornenreichen Heimweg: Kalle verliebt sich in das Mädchen Karla, dem er ein lebendiges Andenken hinterlässt; er muss guten Rat ohne helfende Tat hinnehmen; er sammelt im verminten Wäldchen Pilze und tauscht drei Fässer Karbid gegen einen Propusk und 30 Kilometer LKW-Fahrt.

Er wird von einem wandernden Opernsänger und der 17-jährigen Karin enttäuscht, übernachtet als Schiffbrüchiger auf den Brückenpfeilern einer zerstörten Brücke und kapert das Motorboot eines amerikanischen Offiziers. Kalle könnte Sägewerksbesitzer werden und betätigt sich als Grabredner; er wird als vermeintlicher Schwarzhändler eingelocht, flieht und wird von der Polizei verfolgt. Bis er mit den beiden letzten Fässern Karbid in Dresden ankommt, hat er so ziemlich alles erlebt, was sich damals erleben ließ.

"Karbid und Sauerampfer" - eine der schönsten und erfolgreichsten DEFA-Komödien - entstand 1964 in der Regie von Frank Beyer nach einem Drehbuch von Hans Oliva. "Sie springen unbekümmert von einer komischen Situation zur nächsten, die Abenteuer folgen Schlag auf Schlag und reihen sich zu einer höchst vergnüglichen Folge, die den Sieg des Mutterwitzes, der Unbekümmertheit und der Frechheit über Widrigkeiten verschiedenster Art feiert", schreibt der Kritiker des "Morgen" zur Premiere. Die herausragende schauspielerische Leistung liefert Egon Geschonneck als Kalle - eine Rolle, die ihm auf den Leib geschneidert wurde. Sein Kalle ist schelmisch und spöttisch, naiv und draufgängerisch, scheu und gerissen. Für Erwin Geschonneck ist "Karbid und Sauerampfer" einer der größten Erfolge beim Publikum und ein später Durchbruch als Charakterkomiker. Am 27.12. feierte er seinen 99. Geburtstag
   

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