Zurück nach Dalarna!

Spielfilm Schweden 2004
Regie Maria Blom
Drehbuch Maria Blom
Musik Anders Nygårds
Kamera Peter Mokrosinski
Darsteller Mia - Sofia Helin
Eivor - Kajsa Ernst
Gunilla - Ann Petrén
Jan-Olov - Joakim Lindblad
Barbro - Barbro Enberg
Ingvar - Lars Gunnar Aronsson
Anna, Mutter - Inga Ålenius
Calle, Vater - Willie Andréason
Tommy, Eivors Mann - Peter Jankert
und andere

Mia ist Mittdreißigerin und in Stockholm auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Sie ist noch Single und macht sich nach einer durchzechten Nacht widerwillig auf den Weg, um ihre Familie zum 70. Geburtstag ihres Vaters zu besuchen. Sie kommt zurück in ein kleines Dorf mitten in der Provinz Dalarna im Herzen Schwedens, das sie vor 15 Jahren verlassen hat, um in die Großstadt zu gehen. Sie erwartet eine ruhige Feier im engsten Kreis der Familie und Freunde, aber ihre älteste Schwester Eivor, eine kontrollsüchtige Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs, hat ein Riesenfest im örtlichen Gemeindesaal organisiert. Kaum setzt Mia den Fuß über die Schwelle des Bauernhofs ihrer Eltern, überfallen sie die alten Zwistigkeiten, die sie hinter sich zurückgelassen hatte.

Ihre lieben Eltern möchten ihr ein Stück Land am See zum Bauen schenken, damit sie öfter zu Besuch kommt. Das lässt natürlich Eivors mühsam unterdrückte Eifersucht auf das Nesthäkchen der Familie wieder aufflammen. Die frisch geschiedene mittlere Schwester Gunilla ist gerade von einer Reise nach Bali heimgekehrt und schwärmt von einem jüngeren Mann, was ihr übel genommen wird. Mia trifft alte Bekannte, manche erkennt sie nicht mehr, andere hat sie vermisst: So die herzensgute Barbro, die ihr als einzige wirklich zuhört und sie versteht. Barbros Sohn Jan-Olov, ein früherer Verehrer Mias, lebt noch immer zu Hause und wird von der Erinnerung an den Selbstmord seines Vaters auf den Tag genau vor zehn Jahren heimgesucht.

Aber auch Mia hat noch ein anderes Problem, sie ist schwanger und will das Kind nicht behalten. Im Laufe des Tages und mit zunehmendem Schnapskonsum auf Papas Geburtstagfeier bröckelt so manche Fassade, wird so manche Wahrheit gesagt und so mancher Frust entladen. Als Fazit sind schließlich diverse Befreiungsschläge, ein Infarkt, ein vereitelter Selbstmord und eine erschossene Katze zu verbuchen.

"Mein Traum ist es, dass die Leute gleich nach dem Kino ihre Liebsten anrufen und ihnen sagen: Ich mag Dich!", sagt Regisseurin Maria Blom zu ihrem Film mit dessen genauen warmherzigen Blick aufs wahre Leben. In ihrem Debüt gelingt es ihr, einen Balanceakt zwischen sarkastischer Bilanz und liebevoller Nähe zu inszenieren. Ihre Typen sind wiedererkennbar und den Zuschauern spricht ihre Familienzusammenführung oftmals aus dem Herzen. Auch deshalb war der Film in Schweden mit einer Million Zuschauern der erfolgreichste Film des Jahres 2005.
   

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