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Nach überstandener Pest im 16. Jahrhundert
befindet sich Venedig im Freudentaumel. Die Stadt
ist ein einziges Fest, endlich können die Venezianer
wieder der Liebe und der Lust frönen. Ein schöner
Jüngling kommt in die Stadt und begegnet Signora
Valeria, die ihn mit den Augen verschlingt. Er spricht
ihre Dienerin Oria an, um diskret ein Rendezvous
zu verabreden. Aber Oria ist pfiffig genug, um mit
dem Verlangen der beiden zu spielen. Doch auch Angela,
die verwitwete schöne Nachbarin von Valeria,
hat sich in den Fremden verliebt. Sie schickt ihre
Dienerin Nena aus, um den jungen Mann in ihre Gemächer
zu bekommen. Unterstützt wird sie dabei von
Bernardo, einem Gondoliere und Lastenträger,
der sich dem Fremden als Stadtführer andient.
So kommt es, dass der Fremde zunächst die Begierde
von Angela stillt, während Valeria ungeduldig
auf ihn wartet. Als der Morgen graut, findet der
Fremde dank Oria doch noch den Weg zu Valeria. Obwohl
sie an seiner Kette, einem kostbaren Geschenk von
Angela, erkennt, warum er sie hat warten lassen,
kann sie doch nicht auf die Liebe des schönen
Jünglings verzichten.
"Die Venezianerin" entstand nach einem
anonymen erotischen Roman aus dem 16. Jahrhundert.
Eine pikant-sinnliche Geschichte um sexuelles Begehren,
die Mauro Bolognini in schwelgenden, üppigen
Bildern vor dem Hintergrund Venedigs inszenierte.
Seine Darsteller Laura Antonelli, Monica Guerittore
und Jason Connery (dem Sohn von Sean Connery) haben
sichtlich Freude am heimlichen Liebesreigen, den
kein Geringerer als Italiens Meisterkomponist Ennio
Morricone mit seiner zauberhaften Musik vorantreibt.
Wie mit vielen anderen Regisseuren verband Morricone
mit Mauro Bolognini (1922 - 2001) eine enge Zusammenarbeit,
seit Ende der 60er-Jahre komponierte er fast ausnahmslos
zu allen Bolognini-Filmen den Soundtrack.
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