Ein Lied geht um die Welt

Spielfilm aus der BRD von 1958
Regie Géza von Bolváry
Drehbuch Ernst Neubach
Musik Hans May
Kamera Ernst W. Kalinke
Darsteller Joseph Schmidt - Hans Reiser
Brigitte von Hilden - Sabina Sesselmann
Himmel - Theo Lingen
Peter Schlange - Karl Lieffen
Malvine - Ruth Stephan
Mizzi - Lotte Ledl
Mutter Schmidt - Annie Rosar
Renée - Susanne Kraetsch
Strassberg - Max Strassberg
Frau von Hilden - Johanna Hofer
und andere

Berlin 1933: Der jüdische Tenor Joseph Schmidt, am 04. März 1904 im rumänischen Davidende geboren, kleingewachsen, aber mit der strahlendsten Stimme seiner Zeit begabt und seit seinem sensationellen Rundfunkdebüt 1929 Deutschlands umschwärmtester Radio- und Plattenstar, darf aus "rassischen" Gründen seine große Liebe Brigitte von Hilden nicht heiraten. Vor dem Anschluss Österreichs ans Reich findet er für eine Zeit mit ihr Unterschlupf in Wien. Während des Krieges gibt es nur noch einmal ein Treffen in Monte Carlo. In letzter Minute kann Schmidt seiner Verhaftung durch die Deutschen entgehen und flieht in die Schweiz. Da er nicht an sein ausländisches Vermögen kommt, wird er als mittellos eingestuft und in das Internierungslager Girenbach verbracht. Dort stirbt er im Alter von nur 38 Jahren.

Geza von Bolvary schmückte die Lebensgeschichte Joseph Schmidts romanhaft aus, ohne sie wesentlich zu verfälschen. Sein Film macht vor allem den herrlichen Tenor Schmidts in technisch neu aufbereiteten Aufnahmen lebendig und lässt die Faszination verstehen, die von dem kleinen Mann mit der großen Stimme ausging. Es werden neben etlichen Arien auch seine Evergreens "Ein Lied geht um die Welt", "Frag nicht - frag nicht", "Ein Stern fällt vom Himmel" oder "Heut' ist der schönste Tag in meinem Leben" präsentiert.
   

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