|
Berlin 1933: Der jüdische Tenor Joseph Schmidt,
am 04. März 1904 im rumänischen Davidende
geboren, kleingewachsen, aber mit der strahlendsten
Stimme seiner Zeit begabt und seit seinem sensationellen
Rundfunkdebüt 1929 Deutschlands umschwärmtester
Radio- und Plattenstar, darf aus "rassischen"
Gründen seine große Liebe Brigitte von
Hilden nicht heiraten. Vor dem Anschluss Österreichs
ans Reich findet er für eine Zeit mit ihr Unterschlupf
in Wien. Während des Krieges gibt es nur noch
einmal ein Treffen in Monte Carlo. In letzter Minute
kann Schmidt seiner Verhaftung durch die Deutschen
entgehen und flieht in die Schweiz. Da er nicht
an sein ausländisches Vermögen kommt,
wird er als mittellos eingestuft und in das Internierungslager
Girenbach verbracht. Dort stirbt er im Alter von
nur 38 Jahren.
Geza von Bolvary schmückte die Lebensgeschichte
Joseph Schmidts romanhaft aus, ohne sie wesentlich
zu verfälschen. Sein Film macht vor allem den
herrlichen Tenor Schmidts in technisch neu aufbereiteten
Aufnahmen lebendig und lässt die Faszination
verstehen, die von dem kleinen Mann mit der großen
Stimme ausging. Es werden neben etlichen Arien auch
seine Evergreens "Ein Lied geht um die Welt",
"Frag nicht - frag nicht", "Ein Stern
fällt vom Himmel" oder "Heut' ist
der schönste Tag in meinem Leben" präsentiert.
|