Ein Menschenschicksal

Spielfilm aus der UdSSR von 1959
Regie Sergej Bondartschuk
Drehbuch Juri Lukin und Fjodor Schachmagonow
Musik Wenjamin Basner
Kamera Wladimir Monachow
Darsteller Sokolow - Sergej Bondartschuk
Wanja - Pawlik Boriskin
Irina - Sinaida Kirijenko
Iwan Timofejewitsch - Pawel Wolkow
Müller, Lagerkommandant - Juri Awerin
Deutscher Major - K. Alexejew
und andere

Als der Krieg ausbricht, muss auch der Zimmermann Andrej Sokolow Abschied von seiner Familie nehmen, von seiner Frau Irina, seinem Sohn und seinen zwei Töchtern. Er geht als Soldat an die Front.

Bei den schweren Abwehrkämpfen der ersten Kriegsmonate gerät er verwundet in Gefangenschaft, wo er Furchtbares erlebt, aber immer standhaft bleibt. Als einer der Mitgefangenen sich als Verräter erweist und einen jungen Politoffizier an die Faschisten ausliefern will, tötet ihn Sokolow. Aber wehrlos muss er mit ansehen, wie die Faschisten Gefangene ermorden. Vergeblich sucht er zu fliehen.

Er wird in ein Konzentrationslager verschleppt und hat dort täglich den Tod vor Augen. Später gelingt ihm eine erneute wagemutige Flucht und er kann dabei sogar einen hohen faschistischen Offizier mit Geheimpapieren entführen. Aber die Menschen, an die zu denken ihm in der schweren Zeit der Gefangenschaft Lebensmut gab, leben nicht mehr.

Seine Frau und die beiden Töchter fielen einem Bombenangriff zum Opfer. Wieder kämpft Sokolow, wie inzwischen auch sein Sohn, an der Front. Als junger Offizier fällt der Sohn am letzten Kriegstag. Sokolow ist allein, er hat alle Schrecken und grausamen Prüfungen des Krieges erdulden müssen. Fast verzweifelt er.

Als er einem Waisenkind begegnet, dem kleinen Wanjuschka, der immer noch auf seinen gefallenen Vater wartet, an den er sich kaum erinnern kann, fasst Sokolow einen Entschluss, der seinem Leben neuen Inhalt gibt: Er wird dem Jungen Vater sein.
   

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