Salam, Aksel

Dänischer Spielfilm von 2002
Regie Pia Bovin
Drehbuch Bo Hr. Hansen
Musik Poul Halberg
Kamera Jacob Banke Olesen
Darsteller Aksel - Adam Gilbert Jespersen
Fatima - Nour Abou El-Foul
Annika - Nadia Boggild

Aksel wohnt zusammen mit seiner großen Schwester Sarah und seiner Mutter in einer kleinen Wohnung in der Vorstadt. Sein Vater wollte eigentlich mit ihm in die Ferien fahren, ist aber ständig betrunken. Also muss sich der Zehnjährige etwas anderes ausdenken und beschließt, an einem Gesangswettbewerb im Jugendclub teilzunehmen. Das Los entscheidet, dass er den Wettbewerb mit Annika und Fatima bestreiten muss, die unbedingt ein Liebeslied singen wollen - typisch Mädchen und absolut uncool!

Begeistert ist Aksel jedoch von Jamal, dem Freund seiner Schwester, und dessen Freunden. Sie haben tolle Autos und Mopeds und immer einen starken Spruch auf den Lippen. Gerne würde er sich der Clique anschließen, aber für die Jungs ist er zu klein und als Christ unter Moslems unakzeptabel. Aksel beschließt kurzum zu konvertieren und lässt sich von einem Imam beraten. Ab sofort nennt er sich Achmed, isst kein Schweinefleisch mehr, kleidet sich anders und betet regelmäßig gen Mekka.

Während er sich nun mit den so fremden Regeln des Islams auseinandersetzt, überlegen Fatima und Annika verzweifelt, mit welchem Liebeslied sie beim Wettbewerb antreten wollen, und fassen bald den Entschluss, das Gedicht, das Jamal für Sarah geschrieben hat, zu verwenden. Dadurch erfährt Fatimas Mutter vom Wettbewerb und verbietet ihrer Tochter die Teilnahme. Annika will ohne Fatima nicht auftreten. Jetzt ist Aksel/Achmed gefragt: Mit Cleverness versucht er, der Gesangsgruppe doch noch zur Teilnahme und natürlich zum Sieg zu verhelfen.

Der Spielfilm "Salam, Aksel", der mit dem "Großen Preis der Internationalen Jury" beim Kinderfilmfest der Berlinale 2003 ausgezeichnet wurde, weckt auf unterhaltsame Weise Verständnis für andere Kulturen und Religionen. In der Begründung für die Preisverleihung beim Kinderfilmfest der Berlinale heißt es: "Die Geschichte wird voller Humor erzählt und fördert das Verständnis anderer Kulturen. Der Film lebt von großer Energie und fantastischer Darstellung, und wird eindeutig aus der Perspektive der Kinder erzählt. Realitätsnah und sentimental erzählt, ist dieser Film dennoch unterhaltsam und warm."
   

Copyright © Jürgen Oellerich - All Rights Reserved