|
Aksel wohnt zusammen mit seiner großen Schwester
Sarah und seiner Mutter in einer kleinen Wohnung
in der Vorstadt. Sein Vater wollte eigentlich mit
ihm in die Ferien fahren, ist aber ständig
betrunken. Also muss sich der Zehnjährige etwas
anderes ausdenken und beschließt, an einem
Gesangswettbewerb im Jugendclub teilzunehmen. Das
Los entscheidet, dass er den Wettbewerb mit Annika
und Fatima bestreiten muss, die unbedingt ein Liebeslied
singen wollen - typisch Mädchen und absolut
uncool!
Begeistert ist Aksel jedoch von Jamal, dem Freund
seiner Schwester, und dessen Freunden. Sie haben
tolle Autos und Mopeds und immer einen starken Spruch
auf den Lippen. Gerne würde er sich der Clique
anschließen, aber für die Jungs ist er
zu klein und als Christ unter Moslems unakzeptabel.
Aksel beschließt kurzum zu konvertieren und
lässt sich von einem Imam beraten. Ab sofort
nennt er sich Achmed, isst kein Schweinefleisch
mehr, kleidet sich anders und betet regelmäßig
gen Mekka.
Während er sich nun mit den so fremden Regeln
des Islams auseinandersetzt, überlegen Fatima
und Annika verzweifelt, mit welchem Liebeslied sie
beim Wettbewerb antreten wollen, und fassen bald
den Entschluss, das Gedicht, das Jamal für
Sarah geschrieben hat, zu verwenden. Dadurch erfährt
Fatimas Mutter vom Wettbewerb und verbietet ihrer
Tochter die Teilnahme. Annika will ohne Fatima nicht
auftreten. Jetzt ist Aksel/Achmed gefragt: Mit Cleverness
versucht er, der Gesangsgruppe doch noch zur Teilnahme
und natürlich zum Sieg zu verhelfen.
Der Spielfilm "Salam, Aksel", der mit
dem "Großen Preis der Internationalen
Jury" beim Kinderfilmfest der Berlinale 2003
ausgezeichnet wurde, weckt auf unterhaltsame Weise
Verständnis für andere Kulturen und Religionen.
In der Begründung für die Preisverleihung
beim Kinderfilmfest der Berlinale heißt es:
"Die Geschichte wird voller Humor erzählt
und fördert das Verständnis anderer Kulturen.
Der Film lebt von großer Energie und fantastischer
Darstellung, und wird eindeutig aus der Perspektive
der Kinder erzählt. Realitätsnah und sentimental
erzählt, ist dieser Film dennoch unterhaltsam
und warm."
|