Der Duft der Frauen

Spielfilm USA 1992
Regie Martin Brest
Drehbuch Bo Goldman
Musik Thomas Newman
Kamera Donald E. Thorin
Darsteller Lieutenant Colonel Frank Slade - Al Pacino
Charlie Simms - Chris O'Donnell
Mr. Trask - James Rebhorn
Donna - Gabrielle Anwar
George Willis jr. - Philip S. Hoffman
W. R. Slade - Richard Venture
Randy - Bradley Whitford
Gail - Margaret Eginton
Gretchen - Rochelle Oliver
Karen Rossi - Sally Murphy
und andere

Dank eines Stipendiums kann der talentierte Charlie Simms die renommierte Baird-School in Vermont besuchen. Zurzeit hat er aber ein großes Problem, denn nach dem Thanksgiving-Wochenende wartet ein großes Schultribunal auf ihn. Charlie hat einen bösen Schulstreich seiner wohlhabenden Klassenkameraden beobachtet und soll nun öffentlich die Namen der Übeltäter preisgeben. Andernfalls will der Direktor ihn der Schule verweisen.

Als wäre das nicht genug Sorge, muss Charlie an dem Wochenende arbeiten. Karen Rossi sucht einen Aufpasser für ihren blinden Onkel, damit sie mit dem Rest ihrer Familie verreisen kann. Der blinde Ex-Colonel Frank Slade ist nicht gerade ein sympathischer, hilfsbedürftiger Rentner, sondern ein boshafter, cholerischer Zyniker, der keine Gelegenheit auslässt, seine Mitmenschen zu demütigen. Und er erkennt sehr schnell, dass er mit Charlie leichtes Spiel haben wird. Frank hat einen Plan, er will das Wochenende in New York City verbringen und noch einmal richtig auf die Pauke hauen. Ehe Charlie sich versieht, sitzt er mit Frank im Flugzeug nach New York. Dort angekommen, beginnt ein Wochenende mit schnellen Autos und schönen Frauen, furiosen Tango-Tänzen und wilden Wortgefechten. Und ganz nebenbei gibt Frank seinem verblüfften "Schüler" immer wieder Lektionen in Sachen Menschenkenntnis, Frauen und Lebensführung.

Am zweiten Tag läuft das ungleiche Duo unangemeldet zum Thanksgiving-Essen bei Franks Bruder ein. Keine Frage, dass das gemeinsame Festmahl dank Franks fortwährender Tiraden in einem Debakel endet. Hier erfährt Charlie auch, dass Frank den Unfall, der zu seiner Blindheit führte, selbst provoziert hat. Zurück im Hotel findet er schließlich auch heraus, was Frank für das Ende des Wochenendes geplant hat: Er will sich das Leben nehmen. Nur mit viel Mühe und der Aussicht auf weitere Abenteuer kann er ihn von seinem Vorhaben abbringen. So entwickelt sich zwischen dem naiven Schüler und dem abgeklärten Colonel eine seltsame Freundschaft. Eine Freundschaft, die bei Charlies Schultribunal für eine gewaltige Überraschung sorgen wird.

Mit "Der Duft der Frauen" hat Martin Brest eine meisterhafte Tragikomödie inszeniert. Neben einem exzellenten Drehbuch von Bo Goldman, das virtuos zwischen Humor und Dramatik changiert, lebt der Film vor allem von seinem Hauptdarsteller. Zu Recht wurde Al Pacino für die furiose Darstellung mit einem Oscar geehrt. An seiner Seite überzeugt Chris O'Donnell als sympathischer Schüler. In einer frühen Nebenrolle ist Philip Seymour Hoffman als fieser Mitschüler zu sehen.
   

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