Die Saat der Gewalt

Spielfilm aus den USA von 1955
Regie Richard Brooks
Drehbuch Richard Brooks
Musik Charles Wolcott
Kamera Russell Harlan
Darsteller Richard Dadier - Glenn Ford
Anne Dadier - Anne Francis
Artie West - Vic Morrow
Jim Murdock - Louis Calhern
Gregory W. Miller - Sidney Poitier
Joshua Y. Edwards - Richard Kiley
Emmanuel Stoker - Paul Mazursky
Mr. Warneke - John Hoyt
und anderen

Der junge, idealistische Lehrer Richard Dadier kommt frisch von der Universität und nimmt eine Stelle an einer Berufsschule in den New Yorker Slums an. Als er gleich am ersten Schultag bei einem Vergewaltigungsversuch einschreitet und dabei einen Schüler ziemlich hart anfasst, bringt er seine Klasse gegen sich auf. Einige der Schüler lauern ihm auf dem Nachhauseweg auf und schlagen ihn brutal zusammen. Doch Dadier gibt nicht so schnell auf. Er hat inzwischen das Vertrauen des farbigen Schülers Gregory Miller gewonnen, mit dem zusammen er eine Theateraufführung inszeniert. Selbst die älteren Kollegen zollen dem engagierten jungen Lehrer bald ihren Respekt.
Doch als seine schwangere Frau Anne beinahe ihre zweite Fehlgeburt erleidet, erfährt Dadier die grausame Wahrheit. Einer der Schüler schreibt anonyme Drohbriefe, die Anne verheimlicht hat, um ihren Mann nicht zu beunruhigen. Als Dadier in Artie West den Rädelsführer ausfindig macht und sich ihm im Klassenzimmer stellt, kommt es zu einer dramatischen Auseinandersetzung.

"Die Saat der Gewalt" ist ein spannender Film über Rassenproblematik und Jugendkriminalität in den 1950er-Jahren, der seinerzeit heiß diskutiert wurde. Die äußerst realistische Darstellung von Gewalt, Brutalität und Verzweiflung wird durch die hämmernde Rock-'n'-Roll-Musik Bill Haleys suggestiv unterstützt. Bill Haleys Titelsong "Rock Around The Clock" wurde ein internationaler Hit und sein Rock-'n'-Roll-Rhythmus zur Erkennungsmusik der damaligen Jugend. Auch bei der Auswahl der Nebendarsteller hatte Peter Brocks ein gutes Gespür, einige von ihnen stiegen in den folgenden Jahren zu wahren Filmgrößen auf, so z.B. Sidney Poitier und der spätere Filmregisseur Paul Mazursky. Für Kamera und Drehbuch wurde der Film für den Oscar nominiert.
   

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