|
Einst als "Held der Nation" gefeiert,
ist der hoch dekorierte Mike Brannan inzwischen
ein erfolgreicher Rennfahrer geworden. Freilich
muss er sich nachsagen lassen, er fahre wie der
Teufel und gefährde dadurch nicht nur sich,
sondern auch seine Kollegen. So erregt er das Interesse
der Skandalreporterin Regina Forbes. Als die selbstbewusste
junge Journalistin ihn nach einem mörderischen
Rennen interviewt, behandelt Brannan sie von oben
herab. Sie revanchiert sich mit einem Artikel, in
dem sie ihm die Schuld für den Tod zweier anderer
Rennfahrer gibt. Für Brannan bedeutet das das
vorläufige Aus. Er wechselt daraufhin zu den
Todesfahrern über, die mit artistischen Vorführungen
Kopf und Kragen riskieren. Miss Forbes sieht sich
seine halsbrecherischen Darbietungen an und gewinnt
zunehmend Respekt vor ihm. Brannan wiederum scheint
ihr ihre Attacke nicht mehr zu verübeln, und
so bahnt sich zwischen den beiden eine Romanze an.
Brannan startet eine neue Karriere und imponiert
Regina nicht nur damit. Andererseits bedeutet er
ihr jetzt so viel, dass sie um sein Leben bangen
muss ...
Clarence Browns Liebesmelodram und Rennfahrerstory
wurde erst im zweiten Anlauf und mit dem neuen Titel
"Red Hot Wheels" ein Erfolg. Besonders
beeindrucken die zum Teil furiosen Kameraeinstellungen
beim Indianapolis-Rennen. Hollywood-Star Clark Gable
und die herbe Schönheit Barbara Stanwyck spielen
die Hauptrollen. Clark Gable, der "King of
Hollywood", war schon zu Lebzeiten eine Legende
der Traumfabrik. Über 70 Mal war er seit seiner
Statistenrolle in Lubitschs "Das verbotene
Paradies" (1924) auf der Leinwand zu sehen
und wie kein Zweiter verkörperte er die "Goldene
Ära" Hollywoods. Der "charmante Draufgänger"
spielte mit Stars und Schönheiten wie Jean
Harlow, Joan Crawford, Carole Lombard, Grace Kelly,
Ava Gardner, Vivien Leigh ... Doch zum Superstar
wurde Clark Gable durch eine Rolle, die er gar nicht
wollte: Die Rolle des Rhett Butler in der Südstaaten-Saga
"Vom Winde verweht" (1939). Weitere Highlights
des Mannes, der sich selbst nie für einen guten
Schauspieler hielt, sind "Dschungel im Sturm"
(1932), "Es geschah in einer Nacht" (1934),
für den Gable einen "Oscar" erhielt,
"Mogambo" (1953) oder der nostalgische
Streifen "Nicht gesellschaftsfähig"
(1951). Filmpartnerin war in letzterem Marilyn Monroe,
die schon als Kind davon träumte, ihrem Idol
Clark Gable zu begegnen. Für beide war es der
letzte Film. Clark Gable starb am 16.11.1960 im
Alter von 60 Jahren an einem Herzanfall.
|