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Don Rafael, Botschafter der Republik Miranda in
Paris, nutzt seinen Diplomatenstatus zum Heroinschmuggel,
an dessen Erträgen er die befreundeten Ehepaare
Thévenot und Sénéchal teilhaben
lässt. Das gestattet ihnen einen luxuriösen
Lebensstil. Eine seiner Annehmlichkeiten, gesellige
Tafelfreuden, müssen die Herrschaften neuerdings
jedoch entbehren, weil ihnen stets etwas dazwischenkommt,
wenn sie zusammentreffen. Einmal liegt der Besitzer
eines Feinschmeckerlokals wenig appetitanregend
als Leiche im Speisesaal, dann wieder stört
ein forscher Colonel mit seinen Männern das
gemeinsame Mahl, von tafelsprengenden akuten Liebesbedürfnissen
ganz zu schweigen. Als Entschädigung für
derlei Misslichkeiten genießt man allerdings
den Umgang mit hochgestellten Persönlichkeiten,
angefangen von einem Bischof, der die Soutane mit
Spaten und Harke (und schließlich mit dem
Gewehr) vertauscht, bis hin zum Minister, der verhindert,
dass die saubere Gesellschaft schließlich
dort landet, wo sie eigentlich hingehört.
Buñuel hat dieses groteske Panorama eines
charmant-inhumanen, genusssüchtigen Großbürgertums
mit spielerischer Eleganz entfaltet, ohne dass der
Film bei aller komödiantischen Leichtigkeit
an aggressiver Schärfe früheren Werken
nachsteht. Hochkarätig besetzt mit Fernando
Rey, Delphine Seyrig, Stéphane Audran, Bulle
Ogier und Jean-Pierre Cassel, enttarnt er jenen
Habitus als eleganten Schleier von Verlogenheit
und Dekadenz. Buñuel betreibt seine Demontage,
indem er jede konventionelle Aktion sabotiert. Irrationale
und alptraumhafte Sequenzen offenbaren die Doppelbödigkeit
und die Abgründe hinter der bürgerlichen
Selbstinszenierung.
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