|
Nachdem er die Ausbildung an der Polizeischule mit
Auszeichnung abgeschlossen hat, tritt der junge,
idealistische Polizist J.J. Johnson seinen Dienst
beim Los-Angeles-Police-Department an. In seinem
Revier wird J.J. schnell mit dem harten Polizeialltag
konfrontiert - jedoch nicht von Seiten flüchtiger
Straftäter, sondern innerhalb der Polizeitruppe:
J.J. ist der einzige Schwarze in der Truppe, und
das lassen ihn seine rassistischen Kollegen fortwährend
spüren. Aber das Revier steht ohnehin wegen
des mysteriösen Selbstmordes eines afroamerikanischen
Häftlings und gewaltsamer Übergriffe der
Beamten im Zwielicht. Tatsächlich hat sich
um die Polizisten Massey und Baker eine Gruppe knallharter
Cops formiert, die das Gesetz gerne in die eigene
Hand nehmen - wobei vor allem Schwarze unter ihrer
Selbstjustiz zu leiden haben. Als J.J. und sein
Kollege Bono eines Nachts den Afroamerikaner Teddy
Woods wegen unerlaubten Waffenbesitzes verhaften,
scheinen die korrupten Cops das perfekte Opfer gefunden
zu haben, um endlich wieder einen Erfolg vorweisen
zu können: Sie hängen Teddy kurzerhand
den Raubmord an der Frau des Geschäftsmanns
Greenspan an. Es kommt zu einem dramatischen Gerichtsprozess,
in dessen Verlauf J.J. unter Eid die unkorrekten
Verhaftungsmethoden seines Kollegen Bono deckt.
Mit seinem Meineid erkauft er sich die Aufnahme
in die verschworene Gemeinschaft der korrupten Beamten.
Erst als er herausfindet, dass Teddy in Wahrheit
unschuldig ist und seine Vorgesetzten sogar Beweise
manipulieren, um ihn in die Todeszelle zu bringen,
ist J.J. nicht mehr bereit, das dreckige Spiel mitzumachen.
Seine einzige Unterstützung findet er in seiner
Kollegin Deborah. Obwohl sie damit ihre Karriere
aufs Spiel setzen, ringen sich die beiden schließlich
dazu durch, Teddys Anwälten die Wahrheit zu
gestehen. Mit diesem mutigen Schritt aber ziehen
sich die zwei aufrechten Polizisten den Hass ihrer
Kollegen zu. Schon bald schweben J.J. und Deborah
in tödlicher Gefahr.
Mit "Auf Ehre und Gewissen" hat der renommierte
afroamerikanische Regisseur Charles Burnett ein
packendes Polizeidrama inszeniert. Getragen von
einem hervorragenden Darstellerensemble erzählt
der atmosphärische Film eine Geschichte über
Idealismus und Loyalität, über Gesetz,
Selbstjustiz und Bigotterie - sowie über den
ganz alltäglichen Rassismus in amerikanischen
Polizeibehörden. Dabei setzt Burnett weniger
auf vordergründige Effekte, sondern vielmehr
auf vielschichtige Charakterzeichnung und nachvollziehbare
Konflikte. In der Hauptrolle glänzt der Newcomer
Michael Boatman als idealistischer Cop. In weiteren
Rollen sind Michael Ironside, Ice Cube, Lori Petty
sowie Elliot Gould zu sehen.
|