Auf Ehre und Gewissen

Spielfilm aus den USA von 1994
Regie Charles Burnett
Drehbuch Charles Burnett
Musik Stephen James Taylor
Kamera Elliot Davis
Darsteller J. J. Johnson - Michael Boatman
Deborah Fields - Lori Petty
Teddy Woods - Ice Cube
Baker - Michael Ironside
Massey - Richard Anderson
Bono - Don Harvey
Greenspan - Elliott Gould
Hal - M. Emmet Walsh
Gilmore - Gary Wood
und andere

Nachdem er die Ausbildung an der Polizeischule mit Auszeichnung abgeschlossen hat, tritt der junge, idealistische Polizist J.J. Johnson seinen Dienst beim Los-Angeles-Police-Department an. In seinem Revier wird J.J. schnell mit dem harten Polizeialltag konfrontiert - jedoch nicht von Seiten flüchtiger Straftäter, sondern innerhalb der Polizeitruppe: J.J. ist der einzige Schwarze in der Truppe, und das lassen ihn seine rassistischen Kollegen fortwährend spüren. Aber das Revier steht ohnehin wegen des mysteriösen Selbstmordes eines afroamerikanischen Häftlings und gewaltsamer Übergriffe der Beamten im Zwielicht. Tatsächlich hat sich um die Polizisten Massey und Baker eine Gruppe knallharter Cops formiert, die das Gesetz gerne in die eigene Hand nehmen - wobei vor allem Schwarze unter ihrer Selbstjustiz zu leiden haben. Als J.J. und sein Kollege Bono eines Nachts den Afroamerikaner Teddy Woods wegen unerlaubten Waffenbesitzes verhaften, scheinen die korrupten Cops das perfekte Opfer gefunden zu haben, um endlich wieder einen Erfolg vorweisen zu können: Sie hängen Teddy kurzerhand den Raubmord an der Frau des Geschäftsmanns Greenspan an. Es kommt zu einem dramatischen Gerichtsprozess, in dessen Verlauf J.J. unter Eid die unkorrekten Verhaftungsmethoden seines Kollegen Bono deckt. Mit seinem Meineid erkauft er sich die Aufnahme in die verschworene Gemeinschaft der korrupten Beamten. Erst als er herausfindet, dass Teddy in Wahrheit unschuldig ist und seine Vorgesetzten sogar Beweise manipulieren, um ihn in die Todeszelle zu bringen, ist J.J. nicht mehr bereit, das dreckige Spiel mitzumachen. Seine einzige Unterstützung findet er in seiner Kollegin Deborah. Obwohl sie damit ihre Karriere aufs Spiel setzen, ringen sich die beiden schließlich dazu durch, Teddys Anwälten die Wahrheit zu gestehen. Mit diesem mutigen Schritt aber ziehen sich die zwei aufrechten Polizisten den Hass ihrer Kollegen zu. Schon bald schweben J.J. und Deborah in tödlicher Gefahr.

Mit "Auf Ehre und Gewissen" hat der renommierte afroamerikanische Regisseur Charles Burnett ein packendes Polizeidrama inszeniert. Getragen von einem hervorragenden Darstellerensemble erzählt der atmosphärische Film eine Geschichte über Idealismus und Loyalität, über Gesetz, Selbstjustiz und Bigotterie - sowie über den ganz alltäglichen Rassismus in amerikanischen Polizeibehörden. Dabei setzt Burnett weniger auf vordergründige Effekte, sondern vielmehr auf vielschichtige Charakterzeichnung und nachvollziehbare Konflikte. In der Hauptrolle glänzt der Newcomer Michael Boatman als idealistischer Cop. In weiteren Rollen sind Michael Ironside, Ice Cube, Lori Petty sowie Elliot Gould zu sehen.
   

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