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Das Leben des Workaholics Rafael Belvedere ist seit
jeher ein einziger Stress, doch momentan steht der
42-Jährige vor einem Berg von Problemen, die
er nicht wie bisher durch das Anschauen seiner Lieblingsfernsehserie
"Zorro" verdrängen kann: Das italienische
Restaurant, in dem nichts ohne ihn läuft und
das er von seinem Vater Nino übernommen hat,
steckt dauernd in Finanznöten. Permanent klingelt
das Handy, und Rafael muss mit Bankern, Lieferanten
und Kunden feilschen. Außerdem hat er Ärger
mit seiner geschiedenen Frau Sandra, und seine kleine
Tochter Vicky leidet darunter, dass der Papa sich
nie richtig Zeit für sie nimmt.
Eine Pause legt Rafael nicht einmal für seine
junge, überaus attraktive Geliebte Naty ein,
die er stattdessen so beharrlich auf Distanz hält,
dass sie allmählich genug von ihm hat. Das
Wiedersehen mit seinem Jugendfreund Juan Carlos
macht nicht nur Freude, denn Juan verliebt sich
in Naty. Als dann auch noch Rafaels Vater die Schnapsidee
hat, all sein Erspartes zu investieren, um nach
44 Ehejahren die kirchliche Trauung mit seiner Frau
Norma nachzuholen - die an Alzheimer leidet und
von all dem nichts mitbekommen würde - steht
Rafael Kopf: Am selben Abend erleidet er vor dem
Fernseher einen Herzinfarkt.
Als er auf der Intensivstation aufwacht und registriert,
dass er dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen
ist, wird Rafael klar, dass er sein Leben grundlegend
ändern muss. Und so erkennt der gestresste
Mann, dass er das, was ihn am meisten nervt, am
dringendsten braucht: eine Familie ...
Midlife-Crisis auf Argentinisch: Mit psychologischem
Feingefühl und einem augenzwinkernden Humor,
der manchmal an Ernst Lubitsch erinnert, porträtiert
Regisseur Campanella Menschen, die Alltag, Beziehungen,
Wünsche, Macken und die Realität irgendwie
in Einklang bringen müssen. Dabei bietet die
bittersüße Komödie keine Patentlösung,
sondern zeigt das Leben als ein immer währendes
Improvisieren. "Der Sohn der Braut" erhielt
eine Oscar-Nominierung für den besten ausländischen
Film.
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