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Süß und voller Träume beginnt die
Ehe von Sonja und Jens. Alles soll gut werden, nehmen
sie sich vor. Doch der Alltag ist kein Märchen.
Die Probleme beginnen, als Sonja nach der Geburt
des Kindes wieder als Verkäuferin arbeiten
gehen will. Jens ist jedoch strikt dagegen. Er,
der in seiner Kindheit kein harmonisches Familienleben
hatte, will Sonja auf ihre Rolle als Mutter und
Ehefrau festlegen. Doch der fällt die Decke
auf den Kopf und heimlich qualifiziert sie sich
zur Facharbeiterin. Jens hält das für
einen Vertrauensbruch, rastet aus und schlägt
zu.
Um sein Verhalten wieder gut zu machen, stürzt
er sich selbst in eine Qualifizierung, arbeitet
mehr als zuvor und ist dabei hoffnungslos überfordert.
Resigniert greift er zur Flasche. Zu Hause nehmen
die Spannungen zu, die Heimlichkeiten gehen weiter.
Als Jens erfährt, dass Sonja aus Verzweiflung
eine Abtreibung hat vornehmen lassen, verliert er
völlig die Beherrschung. Sonja ist inzwischen
alles egal: Ungerührt sieht sie zu, wie Jens
nach einer Flasche greift, in der nicht, wie er
denkt, Selterswasser, sondern ätzendes Reinigungsmittel
ist.
Wie kaum ein anderer DEFA-Regisseur hat sich Heiner
Carow mit der DDR-Gegenwart und den zwischenmenschlichen
Beziehungen auseinandergesetzt. Dafür fand
er starke Geschichten, die er kompromisslos und
emotionsgeladen erzählte, sei es in "Die
Legende von Paul und Paula" (1973), "Coming
out" (1989) oder eben "Bis dass der Tod
euch scheidet". Günther Rücker schrieb
das Drehbuch nach einem authentischen Fall. Heftig
und kontrovers wurde dieser Film, den 850.000 Kinobesucher
sahen, diskutiert. Die Hauptrollen spielten zwei
junge Schauspieler, die damals erstmals vor der
Kamera standen: Martin Seifert und Katrin Saß.
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