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Philipp ist ein Lehrer, wie ihn sich Schüler
wünschen. Intelligent, gut aussehend und kreativ
begeistert er sie für den Unterricht. Kaum
vorstellbar, dass ihn etwas aus der Bahn werfen
kann. Und genau das passiert, als er auf Matthias
trifft. Unerwartet offenbart sich in dieser Begegnung
seine homosexuelle Veranlagung. Eine schmerzhafte,
konfliktreiche Selbstfindung beginnt. Nicht nur
für den Lehrer, auch für seine Freundin
Tanja, die ein Kind erwartet. Für die Mutter
bricht nach der Offenbarung des Sohnes eine Welt
zusammen. Schließlich jagt ein Rettungswagen
durch die Silvesternacht, in dem Matthias mit dem
Tode ringt.
Mit "Coming out" knüpft Heiner Carow
an seine besten Filme der 70er-Jahre an ("Die
Legende von Paul und Paula", "Bis daß
der Tod euch scheidet", "Die Russen kommen").
Um das Bekenntnis seiner Helden zu sich selbst,
ihren Gefühlen und ihrer Individualität
herauszufordern, treibt sie der Regisseur bis an
die Grenze ihrer Leidensfähigkeit. Emotional,
spannend und ehrlich plädiert der Film für
Verständnis und Toleranz gegenüber jeglicher
Art von Anderssein.
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