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Die junge Musiklehrerin Jean Hansen bewirbt sich
in der von dem Psychologen Dr. Matthew Clark geleiteten
psychiatrischen Kinderklinik. Sie ist vom Leben
enttäuscht und möchte durch die Arbeit
mit den Kindern etwas Gutes tun. Jean hat keine
Fachkenntnisse, doch sie überzeugt Dr. Clark
durch ihr starkes Engagement. Rasch wird sie auf
den zwölfjährigen Reuben Widdicombe aufmerksam.
Der introvertierte Junge sondert sich trotzig von
allen anderen ab, doch gegenüber Jean zeigt
er ein spontanes Zutrauen. Jean hört, dass
Reuben seit seiner Ankunft im Heim noch nie von
seinen Eltern besucht worden ist. Sie sorgt sich
daraufhin so intensiv um ihn, dass sie die anderen
Patienten vernachlässigt. Dr. Clark wirft Jean
daraufhin vor, dass Liebe allein keine Lösung
für Reubens Probleme sei. Er will nicht, dass
Reuben ständig umsorgt wird und möchte
stattdessen die Eigeninitiative des Jungen wecken.
Jean ist von den oft recht ruppigen Entscheidungen
ihres Chefs enttäuscht. Er lehnte es auch ab,
Reubens Eltern einzuladen. Unter einem Vorwand lässt
Jean dennoch Sophie und Ted Widdicombe in die Klinik
kommen. Damit löst sie eine dramatische Konfrontation
aus.
John Cassavetes dritte Regiearbeit ist ein einfühlsames
Plädoyer für den verständnisvollen
Umgang mit geistig Behinderten. Bis auf den Hauptdarsteller
Bruce Ritchey waren die mitwirkenden Kinder tatsächlich
Patienten des Pacific State Hospital in Pomona/Kalifornien,
wo der Film entstand. Besonders beeindruckt der
sensible Umgang der Hollywood-Stars Judy Garland/Burt
Lancaster mit den jungen Laiendarstellern. Burt
Lancaster, an den das MDR FERNSEHEN anlässlich
seines 15. Todestages am 20. Oktober 2009 erinnern
will, spielt die Rolle des Dr. Matthew Clark, des
Leiters der Kinderklinik. Er war einer der ganz
großen Hollywoods. Der ehemalige Akrobat Burt
Lancaster, am 2. November 1913 als Sohn einer irischen
Einwandererfamilie im New Yorker Stadtteil Harlem
geboren, kam erst mit 33 Jahren zum Film. Sein Debüt
in Robert Siodmaks meisterhaftem "film noir"
"Die Killer" (1946) wurde zur Sensation
und Lancaster mit einem Schlag zum Star. In mehr
als 70 Filmen spielte "Amerikas männlichster
Schauspieler" (AZ) mit. "Er ritt schießend
durch den Wilden Westen, kaperte Schiffe auf hoher
See - und er brach unzählige Frauenherzen.
Er war immer er selbst und trotzdem als Degenheld,
Gangster oder Gefängnisinsasse genauso glaubwürdig
wie ein italienischer Hochadliger" (AZ, 22./23.10.1994).
Zu den Höhepunkten seiner überreichen
Karriere zählen der hinreißende Piratenfilm
"Der rote Korsar" (1952), der Edelwestern
"Vera Cruz" (1954), die Romanverfilmung
"Elmer Gantry" (1959), die ihm in der
Titelrolle einen Oscar einbrachte, Lucino Viscontis
Meisterwerk "Der Leopard" (1960) oder
die Gaunerkomödie "Archie und Harry -
sie können's nicht lassen" (1986), die
noch einmal das unschlagbare Duo vergangener Tage
Burt Lancaster und Kirk Douglas ("Zwei rechnen
ab", 1957) zusammenbrachte.
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