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Teil 1: Die Hand Gottes
Die intrigante Königsmutter Catherine de Médicis
hält alle Fäden in der Hand. Ihr Sohn,
der schwächliche katholische König Charles
IX aus dem Haus Valois, ist ihre willenlose Marionette.
Catherine will die Bürgerkriege zwischen Protestanten
und Katholiken beenden, die das Königreich
ausbluten. Sie arrangiert hierfür eine pompöse
Zweckhochzeit ihrer Tochter Marguerite de Valois,
genannt Margot, mit dem protestantischen König
Henri de Navarre.
Die kapriziöse Margot, zunächst nur eine
Schachfigur im Spiel um die Macht, verachtet Henri.
Noch in der Hochzeitsnacht geht sie auf die Suche
nach einem Liebhaber. Ihre Wahl fällt auf den
protestantischen Edelmann La Môle. Als die
heimtückische Königsmutter Catherine nun
versucht, die Protestanten zu entmachten und ein
Attentat auf Admiral de Coligny anordnet, den berühmten
Kriegshelden der Protestanten, kommt es zu Unruhen.
In der Bartholomäusnacht greifen Catherines
Anhänger wahllos Tausende von Protestanten
auf, um die Wehrlosen im Blutrausch zu ermorden.
La Môle rettet sich zu Margot, die ihren schwer
verwundeten Liebhaber vor dem entfesselten Mob schützt.
Zutiefst entsetzt von der mörderischen Machtgier
ihrer Mutter versucht Margot nun sogar den zunächst
verspotteten protestantischen Gatten Henri vor den
Übergriffen der Katholiken in Schutz zu nehmen.
Henri bleibt am Leben, muss jedoch die größte
Demütigung über sich ergehen lassen: Er
muss abschwören und zum Katholizismus konvertieren
...
Teil 2: Der Löffel des Teufels
Die junge Katholikin Margot, Schwester des Königs
Charles IX., hat auf Geheiß ihrer intriganten
Mutter Catherine den protestantischen König
Henri de Navarre geheiratet. Statt zum ersehnten
Frieden zwischen den verfeindeten Konfessionen führt
das politische Manöver zu einem Massaker an
den Protestanten. Margot beginnt sich von ihrer
mörderischen und moralisch verkommenen Familie
innerlich zu distanzieren.
Ihre ganze Liebe gilt dem jungen protestantischen
Edelmann La Môle. Als La Môle sie aus
den Fängen der katholischen Königsfamilie
zu entführen versucht, wird er gefangen genommen.
Margot bittet ihren königlichen Bruder Charles
um das Leben des Geliebten. Doch ihr Flehen wird
nicht erhört, denn Charles liegt auf dem Siechbett.
Bei dem Versuch, den verhassten Protestanten Henri
de Navarre zu vergiften, hat die hinterlistige Catherine
unwillentlich ihren eigenen Sohn, König Charles,
in den Tod getrieben ...
Der namhafte europäische Bühnenregisseur
Patrice Chéreau hat sich mit Filmen wie "Der
verführte Mann" und zuletzt "Intimacy"
auch in der Filmwelt einen Namen gemacht. "Die
Bartholomäusnacht", eine der aufwändigsten
europäischen Produktionen der vergangenen Jahre,
überzeugt durch ein Ensemble hochkarätiger
Darsteller.
Chéreaus atmosphärisch dichtes Historienmelodram
fasziniert durch seine ungewohnte, den Zuschauer
förmlich anspringende Mischung aus opulenten
Genre-Gemälden und naturalistischen Darstellungen
des historischen Massakers. Im Gegensatz zur gekürzten
Kinoversion strahlt das MDR FERNSEHEN die originale
Fassung als Zweiteiler aus.
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