Obwohl die politische Führung Tomaniens 1918
den Krieg verloren gibt, kämpfen die Soldaten
ahnungslos weiter. Darunter ist auch ein jüdischer
Friseur (Charlie Chaplin), der ein riesiges Geschütz
bedient: die "dicke Bertha". Bei einem
Sturmangriff verliert er im Pulverdampf den Kontakt
zu seiner Einheit und gerät unversehens in
eine Marschgruppe der Engländer, aber ebenso
rasch verschwindet er wieder im Dunst.
Während
er für einen Kameraden vorübergehend
die MG-Stellung übernimmt, landet in unmittelbarer
Nähe eine deutsche Militärmaschine.
Weil der Pilot (Reginald Gardiner) aufgrund einer
Schussverletzung nicht mehr in der Lage ist, die
Maschine zu fliegen, bittet er den Artilleriesoldaten
um Hilfe. Der klettert zu ihm ins Cockpit und
folgt seinen Anweisungen. Während der Offizier
das Bewusstsein verliert, gerät das Flugzeug
in Rückenlage. Der Soldat wundert sich, wieso
die Sonne von unten scheint und das Wasser aus
der Feldflasche nach oben fließt. Plötzlich
fällt er aus dem offenen Cockpit und kann
sich gerade noch am Steuerknüppel festhalten.
Die beiden Männer stürzen ab, überleben
aber beide den Aufprall. Als deutsche Soldaten
herbeigelaufen kommen, will der Offizier sofort
zu General Schaumlöffel gebracht werden,
denn er hat Geheimdokumente bei sich, von denen
der Sieg Tomaniens abhängt. Erst jetzt erfährt
er, dass er Krieg bereits zu Ende und verloren
ist.
Der
Artilleriesoldat, der im Zivilleben Friseur war,
hat durch den Schock sein Gedächtnis verloren
und wird jahrelang als "Nummer 33" in
einer psychiatrischen Anstalt festgehalten. Deshalb
kriegt er nicht mit, wie ein Mann namens Adenoid
Hynkel (Charlie Chaplin), der ihm zum Verwechseln
ähnlich sieht, Diktator in Tomanien wird.
"Unter meiner Führung wird Tomanien
nicht aufhören, sich wieder zu erheben!",
verkündet der Diktator den Massen.
Eines
Tages verschwindet der Patient "Nummer 33"
aus der Anstalt. In dem Glauben, nur kurz fort
gewesen zu sein, sperrt er seinen Friseursalon
im Ghetto auf - und wundert sich über die
Spinnweben. Kurz darauf kommt ein uniformierter
Stoßtrupp, und einer der Männer schreibt
"Jude" an die Schaufensterscheibe des
Salons. Der Friseur versteht nicht, was das soll,
geht hinaus und beginnt, die Buchstaben abzuwischen,
aber da packen ihn zwei der uniformierten Männer
und wollen ihn abführen. Als sie am Parterrefenster
des Nachbarhauses vorbeikommen, beugt Hannah (Paulette
Goddard) sich heraus und schlägt die Stoßtruppleute
mit einer Pfanne bewusstlos. Leider erwischt sie
versehentlich auch den Friseur, der daraufhin
einen seltsamen Tanz an der Bordsteinkante aufführt.
Hannah holt ihn herein. Sie ist eine Waise, die
von dem jüdischen Ehepaar Jäckel (Maurice
Moscovitch, Emma Dunn) aufgenommen wurde und für
ihre Wohltäter putzt und wäscht.
Einige
Zeit später, als der Friseur wieder in seinem
Salon ist, wird er von den Männern zweier
Stoßtrupps herausgezerrt und soll an der
Straßenlaterne aufgeknüpft werden.
In diesem Augenblick kommt Kommandeur Schultz
vorbei und lässt sich berichten, was hier
los ist. In dem Friseur mit dem Strick um den
Hals erkennt er seinen Lebensretter aus dem letzten
Kriegsjahr und wundert sich, denn er hielt ihn
damals für einen Arier. Ahnungslos beteuert
der Friseur, das sei schon richtig, er sei wirklich
ein Vegetarier. Erst nach einiger Zeit kehrt sein
Gedächtnis zurück und er erinnert sich
an den aufregenden Flug im Jahr 1918. Aus Dankbarkeit
stellt Kommandeur Schultz den Friseur und dessen
Nachbarn unter seinen persönlichen Schutz.
In
seiner gigantomanischen Residenz empfängt
Diktator Hynkel den dicken und in schmucke, mit
zahlreichen Orden dekorierte Uniformen vernarrten
Kriegsminister Feldmarschall Hering (Billy Gilbert),
der ihm kriegswichtige Erfindungen vorführen
lässt. Zuerst erscheint ein Professor in
einer kugelsicheren - "todsicheren"
- Uniform. Hynkel schießt auf den Mann und
er fällt tot um. Dann tritt ein anderer Professor
mit einer Fallschirmmütze ans Fenster und
springt hinaus. Der Diktator blickt ihm nach,
bis er aufschlägt und beschwert sich bei
Hering, weil dieser ihm die Zeit stehle.
Propagandaminister
Garbitsch (Henry Daniell) weist den Diktator darauf
hin, dass das Volk murre und zum Beispiel mit
der Qualität der Sägespäne im Brot
unzufrieden sei. Da helfe nur ein außenpolitischer
Erfolg wie der Anschluss des Nachbarlandes Osterlich.
Aber dafür fehlt es in Tomanien am nötigen
Geld. Weil nur der Jude Eppstein als Kreditgeber
in Frage kommt, ordnet der Diktator an, die Juden
im Ghetto bis auf weiteres nicht mehr zu schikanieren.
Allerdings hält Hynkel an seiner Absicht
fest, auf dem Weg zur Weltherrschaft alle Juden
und Brünetten auszurotten.
Als
Garbitsch ihn mit Gott vergleicht, fürchtet
Hynkel sich vor sich selbst und klettert an einem
der Vorhänge hinauf. Dann schickt er Garbitsch
aus dem Raum und spielt selbstverliebt mit dem
Globus - bis dieser platzt und er nur noch ein
paar Fetzen in der Hand hält.
Die
Juden im Ghetto wundern sich über die unübliche
Freundlichkeit der Stoßtruppmänner.
Unbehelligt rasiert der Friseur einen Kunden (Chester
Conklin), während im Radio der Ungarische
Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms zu hören ist.
Einige
Tage später überbringt Garbitsch dem
Diktator die schlechte Nachricht, dass Eppstein
den benötigten Kredit verweigert und der
Einmarsch in Osterlich deshalb aufgeschoben werden
muss. Zornig lässt Hynkel Kommandeur Schultz
kommen und befiehlt ihm, die Schikanen gegen die
Juden im Ghetto wieder aufzunehmen. Als Schultz
dem Diktator davon abrät, lässt dieser
ihn in ein Konzentrationslager sperren.
Ein
Sturmtrupp dringt in den Innenhof zwischen dem
Friseursalon und dem Haus der Jäckels ein.
Aber jemand ruft die Männer zurück und
erinnert sie daran, dass Kommandeur Schultz diese
beiden Häuser unter seinen persönlichen
Schutz gestellt hat. Im nächsten Augenblick
ist der Zeitungsverkäufer eines Extrablatts
zu hören, der die Schlagzeile ruft: "Schultz
verhaftet!" Nun will ein Sturmtrupp den Friseur
abholen. Der wird von Jäckel zusammen mit
Hannah aufs Dach geschickt. Von dort aus muss
der Friseur zusehen, wie sein Haus angezündet
wird und niederbrennt.
Schultz
flieht aus dem Konzentrationslager und sucht Zuflucht
in Jäckels Keller. Um Mitternacht lässt
er alle verfügbaren jüdischen Männer
zu einer Geheimbesprechung zusammenrufen. Er will
den Palast des Diktators in die Luft sprengen
und den Tyrannen töten. Weil er zu bekannt
ist, soll einer der Juden die Aufgabe übernehmen.
Er lässt jedem der Männer einen Pudding
servieren und erklärt ihnen, in einen der
Puddings befinde sich eine Münze. Wer sie
findet, müsse sich für die große
Sache opfern. Nach einigen heuchlerischen Sprüchen
schieben sich die Männer gegenseitig die
Puddings zu, bis sie alle einen Teller vor sich
haben. Der Friseur beißt auf eine Münze
und erstarrt vor Schreck. Dann schluckt er sie
hinunter. Aber sein Tischnachbar hat auch eine
Münze in seinem Pudding gefunden. Unbemerkt
wandert auch diese Münze auf den Pudding
des Friseurs. Der hat schließlich drei Münzen
verschluckt, als Hannah verrät, dass sie
in jeden eine Münze getan hat.
Am
nächsten Morgen werden Schultz und der Friseur
festgenommen und in ein Konzentrationslager gebracht.
Die
Jäckels emigrieren mit Hannah nach Osterlich
zu Verwandten, die dort einen Weinberg haben.
Diktator
Hynkel will mit dem Einmarsch in Osterlich nicht
länger warten. Da erreicht ihn die Nachricht,
dass sein Verbündeter Benzino Napoloni (Jack
Oakie), der Diktator von Bacteria, seine Truppen
auf der anderen Seite von Osterlich aufmarschieren
ließ. Wütend reißt Hynkel Feldmarschall
Hering, den er soeben mit einem Orden auszeichnete,
alle Orden von der Uniform und unterzeichnet eine
Kriegserklärung an Bacteria. In diesem Augenblick
ruft Napoloni an. Hynkel drückt sich davor,
mit ihm zu sprechen und befiehlt Garbitsch, es
für ihn zu übernehmen. Napoloni will
über den Truppenaufmarsch verhandeln und
ist bereit, nach Tomanien zu kommen. Also zerreißt
Hynkel die Kriegserklärung und ordnet an,
einen Empfang vorbereiten, der seinen Verbündeten
von der Stärke Tomaniens überzeugen
und einschüchtern soll. Garbitsch lässt
eigens einen niedrigeren Sessel vor Hynkels Schreibtisch
stellen und schärft dem Diktator ein, darauf
zu achten, dass Napoloni stets zu ihm aufschauen
müsse.
Napoloni
kommt mit seiner Frau (Grace Hayle) im Sonderzug,
aber der Lokführer verfehlt den roten Teppich.
Eilig laufen Hynkels Männer, um den roten
Teppich vor Napoloni auszurollen, aber da setzt
der Zug zurück. Erst nach einigem Hin und
Her kann Napoloni aussteigen und von Hynkel begrüßt
werden.
Nach
einer Militärparade und einem prunkvollen
Ball beginnen Hynkel, Napoloni, Garbitsch und
Napolonis Schwiegersohn, der Botschafter von Bacteria
(Carter DeHaven), vor dem Büfett stehend
mit den Verhandlungen. Napoloni ist bereit, seine
Einheiten abzuziehen, wenn Hynkel sich zuvor vertraglich
verpflichtet, nicht in Osterlich einzumarschieren.
Hynkel besteht zunächst darauf, dass Napoloni
den ersten Schritt macht und seine Truppen zurücknimmt,
aber Garbitsch flüstert ihm zu, den Vertrag
zu unterschreiben und trotzdem einzumarschieren.
Hynkel
reist zur Entenjagd an die Grenze von Osterlich,
um nach dem Einmarsch sofort zu den Massen in
Osterlich sprechen und den Anschluss des Landes
verkünden zu können. Dabei wird er jedoch
von zwei unbedarften Gendarmen, die ihn nicht
erkennen, verhaftet und eingesperrt.
Inzwischen
sind Schultz und der Friseur in militärischen
Uniformen aus dem Konzentrationslager geflohen.
Zufällig geraten sie mitten in eine militärische
Einheit, die auf den Befehl zum Einmarsch in Osterlich
wartet. Die Offiziere halten den Juden in der
Uniform für den Diktator und nehmen an, dass
Kommandeur Schultz begnadigt wurde. Um nicht aufzufallen,
bleibt dem Friseur nichts anderes übrig,
als den Marschbefehl zu geben und die Truppen
zu begleiten.
Er
weiß gar nicht wie ihm ist, als Schultz
ihn auf eine gigantische Rednertribüne in
der eroberten Hauptstadt von Osterlich führt
und ihn nach einer kurzen Eröffnungsrede
von Garbitsch drängt, an die Mikrofone zu
treten. Der Friseur, den alle für den Diktator
halten, verkündet, dass er kein Weltherrscher
werden möchte. Er plädiert für
Völkerverständigung, gegen Sklaverei
und Unterdrückung, für Freiheit, Toleranz
und Humanität. Die Soldaten von Tomanien
ruft er auf, nicht länger wie Roboter für
Barbaren zu kämpfen. Da brandet Jubel auf.
Hannah
hört die Übertragung der Rede auf dem
Weingut und schöpft neue Hoffnung.