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René Cléments Film folgt streng den
Regeln des italienischen Neorealismus und entwirft
dabei eine beeindruckende Studie über das verzweifelte
Sehnen nach Geborgenheit und Glück in einer
Welt, die nur Armut und Enttäuschung kennt.
Mit "Die Mauern von Malapaga" konnte Jean
Gabin endlich wieder an seine Erfolge der Dreißigerjahre
anknüpfen. Er und Isa Miranda spielen ihre
Rollen unter Vermeidung jeglicher Klischees. Auf
den Filmfestspielen in Cannes 1949 wurde der Film,
der auch unter dem Titel "Aufenthalt in Genua"
bekannt ist, mit einer Goldenen Palme für die
beste Regie und einer Goldenen Palme für Isa
Miranda ausgezeichnet. Ein Jahr später erhielt
der Streifen den Ehren-Oscar für den besten
fremdsprachigen Film.
Pierre hat im Affekt seine Freundin getötet.
Als blinder Passagier versucht er nun, von Nizza
aus auf einem Frachtschiff nach Südamerika
zu gelangen. Doch unerträgliche Zahnschmerzen
treiben ihn bei einem Zwischenstopp in Genua vom
Schiff. Des Italienischen nicht mächtig, irrt
er durch das düstere Hafenviertel der vom Krieg
gezeichneten Stadt. Er hat Glück, dass ihn
die kleine Jeanine, Französin wie er, zum Zahnarzt
bringt; Pech, als ihm ein Ganove Falschgeld andreht
und gleichzeitig seine Brieftasche stiehlt. Pierre
will sich der Polizei stellen, doch auf dem Revier
trifft er die Kellnerin Marly, die Essen anliefert.
Der Hunger und Marlys Einladung in die Hafenkneipe
nebenan lassen ihn seinen Vorsatz aufschieben. Marly
ist Jeanines Mutter, beide werden von Giuseppe,
Marlys Mann, von dem sie sich scheiden lassen will,
bedrängt. Pierre, dem das Essen und Marlys
Zuwendung gut tun, schöpft neue Hoffnung. Doch
ohne Papiere kommt er nicht in den Hafen, so klopft
er an bei Marly, die sich in den stillen verschlossenen
Mann längst verliebt hat. Er erzählt ihr
von seiner Tat, doch sie vertraut ihrer Menschenkenntnis
und ihm. Aber auch Jeanine hat sein Geständnis
gehört und geht nun auf Distanz zu dem Fremden.
Sie lässt nichts unversucht, ihn zur Abreise
zu bewegen. Als sie aber spürt, wie sehr ihre
Mutter diesem Mann zugetan ist, versucht sie, Pierre
zu warnen, als ihm die Polizei dank Giuseppe auf
der Spur ist. Während Jeanine ihr "Vorsicht
Pierre" an die Kaimauern malt, genießen
Marly und Pierre eine Nacht des Glücks.
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